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Finanzkrise Die letzten Vertreter der alten Wall-Street-Garde treten ab

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Banker des Jahres 2008

Lewis hat wohl noch einige unangenehme Momente vor sich: Die öffentlichen Anhörungen, die Rechtfertigungen für seine Übernahmen und die aufgebrachte Kunden, die von ihm eine Erklärung für die genehmigten Milliarden-Boni hören wollen. Ein Trost bleibt ihm immerhin: Das US-Branchenmagazin American Banker hat ihn zweimal zum Banker des Jahres gewählt: 2002 und ausgerechnet 2008. Die Urkunde für die Auszeichnung -  am Höhepunkt der Finanzkrise und kurz vor seinem Fall - kann sich Lewis als Zeitdokument ja prominent im Treppenhaus aufhängen.

Neuanfang an Wall Street fraglich

Ob die Wall Street nach dem Abtritt von Lewis und der restlichen alten Garde zur Ruhe kommt, bleibt unklar. Zwar sind einige der großen US-Banken bereits fleißig dabei, ihre Staatshilfen zurückzuzahlen. Doch gerade bei der Citibank und der Bank of America stehen noch immer große Summen aus. Ob unter neuem Management auch die vielgescholtenen Banker-Boni der Vergangenheit angehören, ist ebenfalls zweifelhaft. In London werden Einsteiger schon wieder mit kräftigen Gehaltsaufschlägen geködert. Der Neuanfang, den Politiker von den Banken eingefordert haben, könnte also bald wieder in „business as usual“ münden.

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