WiWo App Jetzt gratis testen
Anzeigen

Finanzkrise IKB-Konkurs wäre deutlich günstiger als Rettungspaket

In der Bundesregierung wird vor der Verwaltungsratsitzung der bundeseigenen KfW nicht ausgeschlossen, die ins Schlingern geratene Düsseldorfer IKB Konkurs gehen zu lassen.

  • Artikel teilen per:
  • Artikel teilen per:
Zentrale der Deutschen Quelle: rtr

Das ist nach Informationen von wiwo.de eine der Optionen, die seitens des Vorstands der KfW durchgerechnet worden sind. Wie es aus Kreisen des KfW-Verwaltungsrats weiter heißt, haben Modellrechnungen ergeben, dass ein Konkurs der IKB finanziell deutlich günstiger wäre als die Rettung und Fortführung der Bank.

Demnach würde die Fortführung der Bank rund eine Milliarde mehr kosten. In der Unionsseite der Bundesregierung und der Verwaltungsratsmitglieder gibt es für einen Konkurs der IKB gewisse Sympathien. Letztlich, so meinte ein Politiker aus dem Verwaltungsrat, bedeutet eine Rettung der Bank, dass wir „schlechtem Geld, gutes Geld hinterherwerfen“. Außerdem seien bei einer IKB-Pleite keine kleinen Sparer betroffen und die konkrete Förderung von Mittelständlern könne durch die KfW selbst aufgefangen werden.

In Kreisen des von der früheren SPD-Politikerin Ingrid Matthäus-Meier geführten KfW-Vorstands und im Umfeld von Finanzminister Peer Steinbrück gibt es allerdings bislang keine Unterstützung für ein Scheitern der IKB.

Dort wird sorgenvoll vor einem volkswirtschaftlichen Schaden gewarnt, den man den Mehrkosten zur Fortführung der IKB gegenüberstellen müsse. Dies wird allerdings von Unionsseite für ein vorgeschobenes Argument gehalten. Letztlich würde, so heißt es, eine Pleite der IKB alle Entscheidungen des KfW-Vorstands und des Finanzministers im Krisenmanagement und zur Rettung der IKB seit Sommer vergangenen Jahres in Frage stellen.

Im Kanzleramt heißt es dazu: „Dann stünde auch der vielgelobte SPD-Finanzminister plötzlich mit abgesägten Hosenbeinen da.“

Jetzt auf wiwo.de

Sie wollen wissen, was die Wirtschaft bewegt? Hier geht es direkt zu den aktuellsten Beiträgen der WirtschaftsWoche.
Diesen Artikel teilen:
  • Artikel teilen per:
  • Artikel teilen per:
© Handelsblatt GmbH – Alle Rechte vorbehalten. Nutzungsrechte erwerben?
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%