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Finanzkrise IKB wollte schon Ende 2006 Risiken von 7 Mrd. Dollar absichern

Die hohen Risiken, die die IKB mit dem Kauf amerikanischer Subprime-Papiere eingegangen ist, waren der Bank offenbar früher bekannt als bislang angenommen.

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Wusste der Aufsichtsrat sochon Quelle: dpa

Der Vorstand hat bereits gut ein halbes Jahr vor Ausbruch der Krise, am 29. November 2006, beim US-Versicherer Financial Guaranty Insurance Company wegen einer Absicherung von sieben Milliarden Dollar angefragt, erfuhr die WirtschaftsWoche aus Kreisen der IKB-Aktionäre. Risiken dieser Größenordnung meldet der Vorstand üblicherweise dem Risikoausschuss des Aufsichtsrates, den damals Aufsichtsratschef Ulrich Hartmann leitete. Mitglied war auch der langjährige IKB-Vorstandschef Alexander von Tippelskirch.

„Die IKB muss die Gefahren im Subprime-Markt geahnt haben, sonst hätte sie keine Versicherung gesucht“, kommentierte ein mit der IKB vertrauter Analyst gegenüber dem Magazin. „Solche Deals geschehen nicht ohne Wissen des Aufsichtsrats.“ Der Vorstand der IKB hatte noch am 20. Juli 2007 erklärt, die US-Krise habe keine Folgen für die IKB. Zehn Tage später stand die Bank vor dem Aus und konnte nur mit Garantien in Milliardenhöhe von der Hauptaktionärin KfW und anderen Banken gerettet werden. Unterdessen kündigte der Wiesbadener Rechtanwalt Ralf Plück an, dass IKB-Aktionäre eine Klage gegen die Deutsche Bank vorbereiten werden.

„Das ist der nächste Schritt“, sagte er der WirtschaftsWoche. Die Deutsche Bank hatte der IKB die zweifelhaften Subprime-Papiere auch dann noch verkauft, als sie selbst schon mit deren Wertverfall rechnete. Bisher hätten sie aber noch keine konkreten Schritte eingeleitet.. Plück vertritt IKB-Aktionäre derzeit auch in einer Klage gegen die IKB. 

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