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Flughafenbetreiber Fraports Reise um die Welt

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Der Vorstandsvorsitzende der Quelle: dpa

Das macht Sinn. Bislang wehrten sich die Flughafen nach Kräften. Die Airports fürchteten, Frankfurt würde ihnen mehr oder weniger verbieten, Emirates oder andere Konkurrenten seines Hauptkunden Lufthansa landen zu lassen. Schließlich ist es für das Langstreckengeschäft besser, wenn möglichst viele Deutsche in Frankfurt umsteigen, statt in Dubai oder den USA.

Gewinn aus Ladenzeilen und Bürovermietung

Doch die Furcht ist geschwunden. Die Lufthansa investiert selbst in den "dezentralen Verkehr," wie sie Flüge abseits ihrer Drehkreuze Frankfurt und München nennt. Viel wichtiger aber: Das ehemalige Hauptgeschäft Flug und besonders die Abfertigung sind in Zukunft kein Gewinnbringer sondern eher Zuschuss. Dagegen kommt der Gewinn inzwischen aus den Ladenzeilen und der Bürovermietung. Von hier stammen im ersten Halbjahr 2011 drei Viertel des operativen Gewinns. Und hier könnte Schulte in einem Verbund mit Düsseldorf und Fraport sicher durch einen Wissensaustausch noch Synergien heben, die am Ende alle drei Airports profitabler machen.

Am Ende wird Fraport sicher nicht alles übernehmen und um viele Beteiligungen gibt es sicher eine Bieterschlacht. Doch die ist sicher weniger hart als im vorigen Übernahmeboom nach 2006. Damals suchten viele Baukonzerne, vor allem aus Spanien einen Ort, wo sie ihre gewaltigen Überschüsse loswerden konnten. Doch wie der Verkauf der inzwischen zu ACS gehörenden Hochtief-Airports zeigt, setzen die jetzt erstmal eher auf ihr Kerngeschäft und Schuldenabbau. Dagegen hat Schulte jetzt einen Großteil seiner Investitionen in Frankfurt hinter sich und kann sich ein paar größere Übernahmen durchaus leisten.

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