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Ford verkauft Jaguar und Land Rover in indischer Hand

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„Das sind teure Hobbys, dies sich Ford nicht länger leisten kann“, sagte der seit 2006 amtierende Konzern-Chef Alan Mulally einmal. Einst zahlte der zweitgrößte US-Autobauer für Jaguar (1989) und Land Rover (2000) zusammen mehr als fünf Milliarden Dollar. Seither versenkte Ford zusätzlich laut Experten weitere rund zehn Milliarden Dollar an Investitionen.

Von Tata Motors bekommen die Amerikaner nun unter dem Strich weniger als zwei Milliarden Dollar. Aktionäre beklagen eine verheerende Bilanz, mussten sie doch bereits einen Kursverlust von rund zwei Dritteln in den vergangenen vier Jahren hinnehmen.

Tata Motors bekommt so vergleichsweise günstig westliche Technologie und Markenwert. Sie sollen den Indern für weiteres Wachstum schnell die westlichen Automärkte öffnen. Der Aufbau einer eigenen Premiummarke hätte Tata Motors viel mehr Zeit und Geld gekostet - trotz aller Lasten bei den neuen Familienmitgliedern. Die Briten haben mit den neuen Herren aus ihrer einstigen Kolonie bereits gute Erfahrungen gemacht. Auf der seit Jahren laufenden Einkaufstour übernahm Tata unter anderem in Großbritannien den Stahlproduzenten Corus und den Teekonzern Tetley.

Beides gilt als Erfolgsgeschichte. Schnell sprachen sich daher auch diesmal Gewerkschaften und Zulieferindustrie für Tata aus, erfreut über Garantien für Beschäftigte und Werke.

Konzernchef Ratan Tata, Herr über rund 100 Unternehmen und 300.000 Beschäftigte, freut sich auch ganz persönlich über die beiden neuen Auto-Legenden in seinem Reich. In seiner Garage stehen laut Berichten bereits Nobelkarossen von BMW, Mercedes und Ferrari - vielleicht ja auch bald ein edler Jaguar XJ oder die Offroad-Ikone Land Rover Defender.

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