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Gastronomie Starbucks macht Deutschland-Chefs überflüssig

Über die Entwicklung auf Konzernebene kann sich Howard Schultz, der Gründer und Chef der US-Coffeeshop-Kette Starbucks, freuen. Das Unternehmen aus Seattle schreibt wieder Gewinn. In Deutschland dagegen bekommt Schultz die Lage nicht in den Griff.

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Starbucks-Filiale. Im Quelle: AP

Nachdem schon in den vergangenen Monaten sechs Filialen geschlossen wurden und vier weitere folgen sollen, rollen nun im Top-Management die Köpfe. Prominentestes Opfer: Deutschland-Chef Joe Canterbury, der erst zum Jahresbeginn angetreten war. Canterbury, ein Starbucks-Veteran, ist vor vier Wochen still und leise zurück in die USA beordert worden. Damit nicht genug: Neben Canterbury wurde auch noch ein Großteil des deutschen Managements rasiert. .

McCafés machen Konkurrenz

Mit sofortiger Wirkung sind Finanzchef Helmut Gertz, Marketingchefin Alexandra Schaar und Personalleiterin Anja Spohr freigestellt. Ihre Funktionen seien überflüssig, weil die Aufgaben künftig von der Europazentrale in Amsterdam erledigt würden, sagt ein Starbucks-Sprecher. Die verbliebenen 48 Mitarbeiter in der Essener Zentrale fürchten, dass der Exodus nur einen Sinn hat: Auch ihre Aufgaben nach Amsterdam zu verlegen, selbst wenn Starbucks dies derzeit ausschließt.

Seit dem Start vor sieben Jahren schreibt der Konzern in Deutschland Verluste. Die Gründe: Zu große Kaffeeportionen, ein unattraktives Speisesortiment, hohe Preise, teure Standortmieten. „Das Konzept müsste stärker auf den deutschen Kunden zugeschnitten sein“, sagt ein Starbucks-Manager, „aber damit läuft man hier gegen Wände".

Hinzu kommt der in jüngster Zeit rasant expandierende Wettbewerber McDonald’s mit seinen McCafés. Auch wenn Starbucks neben den Filialschließungen 2009 hierzulande 18 neue Läden eröffnet hat und zwei weitere in Dresden und Offenbach entstehen, McDonald’s ist die Kette längst unterlegen.

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