Geheimer Sanierungsplan Pfleiderer will sich durch Verkauf von Konzerntöchtern retten

Der hoch verschuldete Holzkonzern Pfleiderer plant den Verkauf mehrerer Konzerntöchter, um die drohende Insolvenz abzuwenden.

Das sieht der geheime Restrukturierungsplan vor, der der WirtschaftsWoche bekannt ist. Den Plan hat der Vorstand auf Basis von Empfehlungen der Unternehmensberatung Roland Berger und der Investmentbank Lazard kürzlich den rund 30 Gläubigerbanken präsentiert.

Konkret geht es um den Verkauf der Tochter Thermopal. Das Allgäuer Unternehmen mit rund 480 Beschäftigten baut Dekorspanplatten und feuerfeste Holzvertäfelungen. Für Thermopal soll ein konkretes Kaufangebot vorliegen. Der Verkauf soll 30 bis 40 Millionen Euro einbringen.

US-Sparte zum Verkauf

Zudem prüft das Management den Verkauf der verlustreichen US-Sparte. Umgerechnet rund 400 Millionen Euro setzt der Konzern in Nordamerika um. Der Verkauf soll laut Sanierungsplan rund 100 Millionen Euro bringen, der Käufer soll alle Verluste übernehmen.

Pfleiderer erwirtschaftete 2010 rund 1,5 Milliarden Euro Umsatz und hat sich mit zahlreichen Akquisitionen verhoben. Auf dem Unternehmen lastet eine Verschuldung von mehr als 900 Millionen Euro.

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