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Genfer Autosalon Getrübte Freude bei den Autoherstellern

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Dazu trägt auch bei, dass das Rennen um die Antriebstechnik der Zukunft weiter offen ist. Große Hersteller setzen deshalb gleichermaßen auf Elektro-, Brennstoffzellen- und Hybrid-Autos. Besucher des Genfer Autosalons können die alternativ angetriebenen Fahrzeuge immerhin Probe fahren. Dafür wurde eigens ein Pavillon eingerichtet.

Genf ist aber immer auch die Messe, auf der die Volumenhersteller ihre Hoffnungsträger der Gegenwart ins Rampenlicht rücken: Ford zeigt den neuen Focus auch als Elektroauto. Opel gibt einen Ausblick auf die dritte Generation des Familienwagens Zafira. VW feiert pünktlich zum Frühlingsbeginn das Comeback des Golf Coupé und präsentiert die Neuauflage des kleinen Geländewagens Tiguan.

Kleine Flitzer als Weg aus der Krise

Einen Ausweg könnten kleine Luxusflitzer werden - gerade für die Premiumautobauer Daimler und BMW. In der Krise war den deutschen Autobauern immer wieder vorgeworfen worden, den Trend zu spritsparenden Kleinwagen mit alternativen Antrieben verschlafen und lieber auf die schnellen Gewinnbringer gesetzt zu haben. Unter dem Druck massiver Absatzeinbrüche machten sich die Ingenieure fieberhaft daran, dieses Feld intensiver zu beackern.

Die Autobosse wissen, dass sie Themen wie Elektromobilität bei aller Euphorie nicht aus den Augen verlieren dürfen. Vor allem Cityflitzer wie Smart und Co. haben sich zu einer Spielwiese entwickelt, auf der die Hersteller das Auto der Zukunft austesten. So hat Daimler unter anderem den Smart und die A-Klasse mit Elektroantrieb in Kleinserie auf der Straße, BMW den Mini. 2013 wollen die Münchner unter der neuen Marke „BMW i“ ihre ersten beiden Elektroautos auf den Markt bringen. Der Elektro-Smart der Stuttgarter Konkurrenz soll ab 2012 in den Autohäusern stehen.

Der VW-Konzern hinke dem Entwicklungsstand anderer deutscher Autobauer heute noch deutlich hinter, schreibt der Autoexperte Ferdinand Dudenhöffer in einer Studie. „Aber VW holt auf.“ Doch die strategische Bedeutung der Kleinstwagen endet für die Premimhersteller noch lange nicht beim Thema E-Auto. Sie sollen auch den Weg in neue Geschäftsfelder rund um das Auto ebnen.

„Wir brauchen für den urbanen Stadtverkehr andere Automobilkonzepte“, sagte Smart-Chefin Annette Winkler jüngst. Dabei geht es nicht nur um möglichst kleine und spritsparende Autos, die wenig Platz zum Parken brauchen, sondern auch um Dienstleistungen in den von dichtem Verkehr geplagten Metropolen rund um den Erdball.

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