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Geschäftsreisen Billigflieger und Budget-Hotels für Manager

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Teurer Flug: Wie sich Reiseausgaben verteilen

Die stärkere Belastung ihrer Reisenden nehmen die Unternehmen dabei in Kauf: „Wir wissen, dass unsere Leute an ihre Grenzen stoßen, wenn sie nach einer fast schlaflosen Nacht im Flieger verhandeln müssen“, sagt der Travel Manager eines Großunternehmens. Doch die Firmen treibt nackte Not. „Angesichts zweistelliger Absatzrückgänge und Kreditklemme gilt es nach meiner Beobachtung vielerorts, um fast jeden Preis die Liquidität zu sichern“, sagt Ralph Rettig, Travel Manager des Autozulieferers ZF Friedrichshafen und für das Fluggeschäft zuständiger Vizepräsident des VDR.

Je härter die Krise ein Unternehmen trifft, umso härter sind auch die neuen Regeln in den Reisevorschriften. Die größten Einschränkungen spüren die Reisenden im Maschinenbau und bei den Autozulieferern. Besser dran sind ihre Kollegen aus der Chemie- und Pharmabranche – dort laufen die Geschäfte besser, und darum wird noch relativ oft Business geflogen. "Auch bei den meisten Banken ist die Zeit der Einschränkungen schon wieder vorbei", sagt ein Insider.

Viele Arbeitgeber drücken ein Auge zu

Doch es gibt Möglichkeiten, wie sparkursgeschädigte Langstrecken-Reisende ihr Schicksal verbessern können, ohne dass die Reise gleich wesentlich teurer wird. Am leichtesten haben es Manager mit dicken Konten in Vielfliegerprogrammen wie Lufthansas Miles & More. Verwenden sie ihre Guthaben für Upgrades von der Economy- in die Businessclass drücken viele Arbeitgeber ein Auge zu und buchen auch dann Lufthansa, wenn diese teurer ist als andere Linien.

Damit Verkäufer in besserer Form beim Kunden ankommen, schicken Unternehmen Economy-Passagiere auch schon mal einen Tag früher los, damit sie vor dem ersten Termin noch eine Nacht im Hotel ausschlafen können. Andere erlauben statt der früher üblichen Businessclass immerhin noch die verbesserte Economy, wie sie etwa Air France, British Airways und die Lufthansa-Partner SAS und United anbieten. Die Zwischenklasse bietet erhöhtes Freigepäck und etwas mehr Beinfreiheit – der Sitzkomfort entspricht dem der Businessclass-Abteile der Neunzigerjahre, bevor dort flache Betten zum Standard wurden.

Der Trend zur Holzklasse bleibt

Billiges Hotel: Wo Geschäftsreisende übernachten (2008)

Auch wenn sich die Konjunktur in den vergangenen Monaten leicht gebessert hat: Der Trend zur billigen Holzklasse wird die Reisenden noch eine Weile begleiten – vielleicht sogar für immer. Zwar erwartet Lufthansa-Vorstand Stefan Lauer, „dass nach der Krise unsere Kunden zum großen Teil wieder zurückkommen. Das gilt umso stärker, je länger die Strecke ist.“ Er hofft, dass die Investitionen in neue Lounges und besseren Service den Unternehmenskunden den Business-Aufpreis wert sind.

Doch die meisten Unternehmen sehen das anders: Je länger die verordnete Sparsamkeit ohne große Widerstände und Nebenwirkungen funktioniert, umso schwerer ist sie nach der Krise wieder aus der Welt zu schaffen. "Die heutigen Einschränkungen haben eine deutlich längere Halbwertszeit als bei früheren Krisen", sagt ZF-Reisemanager Rettig, "goldene Zeiten wie in den Jahren 2007 und 2008 kommen so schnell nicht wieder."

Das sehen die meisten Vielreisenden offenbar genauso. Einige versuchen nun, die einengenden Vorschriften mit Tricksereien zu umgehen: "Wir beobachten, dass die Vorlage ärztlicher Atteste deutlich zugenommen hat", sagt Gerdom, "auffällig ist auch, dass plötzlich viele Reisende über 1,90 Meter groß sind."

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