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Gesundheitswirtschaft Neue Ideen für eine kranke Branche

Die goldenen Zeiten der Gesundheitsbranche sind vorbei, Krankenkassen und Staaten müssen sparen. Zeit für neue Ideen – drei Medizintechnik- und Pharmaunternehmen zeigen, wie es geht.

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Ein Arzt operiert einen Quelle: dpa

Deutschlands größte Branche, nach Umsatz und Mitarbeitern, ist nicht etwa die Autoindustrie, sondern der Medizinbetrieb. 5,4 Millionen Menschen arbeiten für die Gesundheit und setzten 2010 mehr als 280 Milliarden Euro um. Zugleich steht keine Branche so stark unter staatlicher Kuratel wie das Gesundheitswesen: Über drei Viertel aller Ausgaben entscheidet der Staat via Leistungskatalog der gesetzlichen Kassen. Und die Kassen sollen vor allem eines – sparen.

Und nicht nur in Deutschland, auch in den anderen großen Industrieländern ist Sparen angesagt. Und der Druck, die staatlichen Ausgaben auch im Gesundheitswesen weiter zu begrenzen, nimmt in Zeiten von steigender Staatsverschuldung und Euro-Krise weiter zu.

Mehr Macht für Patienten

Für nahezu alle Anbieter im Gesundheitswesen brechen härtere Zeiten an. Die Diagnose ist klar und deutlich: Alle Beteiligten – von Hausärzten und Pharmaforschern bis hin zu Krankenversicherern bis zu Medizintechnikanbietern – müssen neue Strategien entwickeln, wenn sie nicht an Profitabilität verlieren wollen. Die Beratung Bain & Company hat exklusiv für die WirtschaftsWoche vier Weichenstellungen dafür ausgemacht, wie in der Branche bis 2020 Gewinne umverteilt werden und neue Geschäftsmodelle entstehen.

„2020 ist die Medizin patientengetrieben, verzahnt und von neuen Wettbewerbern geprägt“, sagt Norbert Hültenschmidt, Partner und Gesundheitsexperte bei Bain & Company. Die Zeit drängt. „Viele etablierte Unternehmen und Kliniken laufen Gefahr, den Anschluss zu verpassen, wenn sie sich nicht in den kommenden 24 Monaten umstellen.“ Denn die Umsetzung neuer Geschäftsmodelle dauere drei bis fünf Jahre.

Laut OECD, der Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung, wachsen in den meisten der 34 Mitgliedstaaten die Gesundheitsausgaben schneller als die Wirtschaftsleistung. Im weltgrößten Gesundheitsmarkt USA lagen 2009 die Ausgaben schon bei 17 Prozent des Bruttoinlandsprodukts, in Deutschland waren es immerhin 12 und im OECD-Schnitt 9,5 Prozent (siehe Shortfacts).

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