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Google-Vertriebschef Arora "Wir müssen die Fragmentierung im Handy-Markt überwinden"

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Sie plädieren also für mehr Offenheit?

Ja, denn eine der zentralen Herausforderungen im Mobilfunk lautet: Wenn es zu viele geschlossene Systeme gibt, riskieren wir, dass sich das Wachstum innerhalb der Industrie verlangsamt. Unser Betriebssystem Android ist offen – jeder kann es verändern, damit eigene Handys bauen und Apps dafür programmieren. Das Ziel ist: Wenn beispielsweise 100 Millionen Android-Handys im Markt sind und Sie eine App bauen, läuft die auf jedem dieser 100 Millionen Geräte – egal wer dessen Hersteller ist. Genau aus diesem Grund müssen wir die bisherige Fragmentierung im Handy-Markt überwinden.

Übersetzt heißt das: Sie wollen Google zur Microsoft des Handy-Marktes machen.

Den Vergleich haben Sie gezogen, nicht ich. Ich habe nur betont, wie wichtig es ist, dass es im Handy-Markt eine offene Plattform gibt. Noch mal: Android ist Open Source – also komplett offen und frei verfügbar. Das gibt es auf der PC-Seite so nicht…

…Sie vergessen Linux.

Ja, aber Linux hat eben nicht so einen Marktanteil wie Microsoft.

Vor dem Hintergrund der vielen neuen Marktsegmente, in die Google inzwischen expandiert hat: Wer ist Ihr stärkster Wettbewerber? Microsoft mit der Suchmaschine Bing im Internet, Apple mit dem iPhone bei Handys oder etwa Nokia bei Navigation und Karten?

Das ist eine schwierige Frage. Vor zehn Jahren hätte Nokia auf eine derartige Frage gewiss nicht Apple genannt, und Microsoft nicht Google oder andere. Daher ist es schwierig, einfach etablierte Player gegeneinander zu stellen. Denn Innovationen können schließlich von überall her kommen, sehr häufig sogar von den viel beschworenen zwei Freunden in einer Garage.

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