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Hall of Fame Konstantin Jacoby

Auch er ist einer aus der GGK-Schule. Von 1975 bis 1980 war Konstantin Jacoby bei den Düsseldorfern; zuerst als Texter, dann als jüngster Creativ Director, den die Agentur je hatte. "Er war zweifelsohne gut", erinnert sich ein Exkollege, "doch man konnte wirklich nicht erkennen, dass er einmal so gut werden würde."

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Die Einschätzung ist typisch für die Art, wie der 48-Jährige wahrgenommen wird: Er ist einer der Leisen in einer lauten Branche. Damit er seine Klasse entfalten konnte, bedurfte es eines kongenialen Partners. Auch hier spielte die GGK eine Rolle. Dort hatte Jacoby nämlich Reinhard Springer kennengelernt, der 1979 zurück nach Hamburg ging, um sich selbstständig zu machen. Jacoby folgte 1983 Springers Ruf in die Hansestadt, und so entstand die Agentur Springer & Jacoby. Geboren wurde Konstantin Jacoby 1953 in Istanbul. Er studierte Kommunikation und Literaturwissenschaften und startete seine Karriere nach einem Abschluss als Diplom-Kommunikationswirt 1975 bei der Düsseldorfer Agentur MPV-Univas. Die nächste Station war dann GGK. Die Agentur Springer & Jacoby entwickelte sich sofort zum Senkrechtstarter der Branche. Vorzeigekunde war damals das Hamburger Schuhhaus Görtz. In der Görtz-Kampagne war erstmals zu entdecken, was die Agentur so anders machte als alle anderen: Die Kampagne war frech, lautstark und lustig aber sie war auch mehr als das. Springer & Jacoby-Kunden konnten sich fortan immer darauf verlassen, dass die Agentur einen Gag nicht um des Gags willen einsetzt, sondern immer auch die Marketingziele im Auge hat. "Die kleinste Hose zahlt nur die Hälfte" das ist witzig und es verkauft. 1991 kam für Springer & Jacoby der endgültige Durchbruch. Mercedes-Benz konnte als Kunde gewonnen werden und wird seither ununterbrochen von den Hamburgern betreut. Im Laufe der Jahre kamen dann noch Werbehochkaräter wie die Telekom oder die TUI hinzu. Auch die provokante Sixt-Werbung (jetzt bei den Hamburger Ortsrivalen Jung von Matt) hat ihre Wurzeln bei Springer & Jacoby. Jacoby zog sich wie Springer 1994 aus dem Tagesgeschäft zurück und wirkt seither als Aufsichtsrat im Hintergrund. Was hat über all die Jahre die Durchschlagskraft seiner Werbung ausgemacht? "Legionen von Artdirektoren haben das Logo immer klein gemacht, weil es ihnen peinlich war, Werbung zu machen. Mir war das noch nie peinlich. Ich bin immer Werbetexter gewesen und wollte auch nie etwas anderes sein."

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