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Steinhoff gibt nach Restliche Poco-Anteile werden an XXXLutz verkauft

Steinhoff verkauft die restlichen Poco-Anteile an XXXLutz Quelle: dpa

Nach einem längeren Streit haben sich Steinhoff und die XXXLutz-Gruppe geeinigt: Steinhoff verkauft seine Poco-Anteile. Das spült dem schwer angeschlagenen Möbelkonzern 266 Millionen Euro in die leeren Kassen.

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Poco gehört künftig komplett zur expandierenden österreichischen XXXLutz-Gruppe. Das teilte Steinhoff am Donnerstag mit. Der Verkauf bringt dem angeschlagene Möbelkonzern 266 Millionen Euro ein. Bisher hielten Steinhoff und die Familie von XXXLutz-Eigentümer Andreas Seifert jeweils 50 Prozent an dem Möbelhändler mit 8000 Mitarbeitern, 123 Häusern und rund 1,6 Milliarden Euro Umsatz, der seit Jahren ein Zankapfel war. Am Mittwoch trafen sich die Streitparteien in Dortmund vor Gericht und einigten sich überraschend schnell auf einen Vergleich.

Der Streit darum, wem Poco eigentlich gehört, war auch ein Auslöser der Zweifel an den Bilanzierungsmethoden von Steinhoff, die Ende des vergangenen Jahres eskalierten. Seither kämpft der südafrikanische Konzern mit deutschen Wurzeln um das finanzielle Überleben und hat bereits mehrere Beteiligungen verkauft. 2015 hatte Steinhoff versucht, den österreichischen Miteigentümer aus dem Unternehmen aus Bergkamen zu drängen. Ein Gericht in Amsterdam hatte Steinhoff im Februar bereits verboten, Poco voll zu konsolidieren. Das Kartellamt muss der Übernahme noch zustimmen.

"Bei XXXLutz ist Poco besser aufgehoben. XXXLutz hat bessere Möglichkeiten als wir", zitierte das "Handelsblatt" Poco-Gründer Peter Pohlmann, der an dem Prozess teilnahm. XXXLutz erklärte, Poco könne nach der Übernahme viele Synergien nutzen. "Poco geht gestärkt in die Zukunft." In Deutschland hatten die Österreicher in den vergangenen Jahren zahlreiche Möbelketten gekauft. Zum Konzern gehören unter anderem XXXL Mann Mobilia, Mömax und die Billigkette Möbelix. Mit Poco kommt XXXLutz nun auf 380 Filialen und 5,6 Milliarden Euro Umsatz.

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