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100 Tage nach Kaufhof-Verkauf Kaufhof zieht positive Zwischenbilanz

100 Tage nach dem Verkauf der Kette an HBC zieht Kaufhaus-Chef Van den Bossche eine erste positiv klingende Zwischenbilanz: Die Umsätze wachsen wieder. Und es ist mehr Geld für Investitionen da.

100 Tage nach dem Verkauf von Kaufhof an HBC hat Kaufhof-Chef Olivier Van den Bossche eine positive Zwischenbilanz gezogen. Quelle: dpa

Rund 100 Tage nach dem Verkauf der Warenhauskette Kaufhof an den kanadischen Handelskonzern HBC hat Kaufhof-Chef Olivier Van den Bossche eine positive Zwischenbilanz gezogen. „Die Umsätze wachsen wieder trotz eines schwierigen Geschäftsfeldklimas und eines wettbewerbsintensiven Umfeldes“, betonte der Manager in einer Mitarbeiterinformation.

Die Warenhauskette habe im wichtigen Weihnachtsgeschäft Marktanteile hinzugewonnen und liege im operativen Ergebnis trotz zahlreicher Rabattaktionen „etwa auf Vorjahresniveau“, sagte er. Hudson's Bay Company (HBC) hatte Kaufhof im Herbst vergangenen Jahres für einen Kaufpreis von 2,8 Milliarden Euro vom Düsseldorfer Handelsriesen Metro übernommen.

Das ist die Hudson's Bay Company

Investitionen in die Kaufhäuser, neue Designer-Outlets und der Ausbau des Online-Handels sollen in den nächsten Jahren nach den Plänen der kanadischen Investoren den Umsatz von Kaufhof beflügeln. „HBC hat Investitionen deutlich jenseits des früheren Volumens zugesagt“, betonte er. Allein in diesem Jahr seien mehr als zehn Filialumbauten geplant, unter anderem in Stuttgart, Düsseldorf, Berlin und Frankfurt.

Außerdem bereitet der Konzern die schnelle Einführung des in den USA sehr erfolgreichen Designer-Outlet-Formats Saks OFF 5th in fünf deutschen Städten vor. Dort wird hochwertige Kleidung zu Discount-Preisen verkauft. „Wir gehen derzeit davon aus, dass im Frühling 2017 die ersten Outlets öffnen werden“, meinte der Manager. Mittelfristig sieht HBC ein Potenzial für 40 solcher Filialen in Deutschland und später auch in anderen europäischen Ländern. Die deutschen Geschäfte würden jedoch nicht einfach ein Klon des US-Formats sein, sondern auf die Kunden und den Markt in Deutschland abgestimmt.

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Auch der Online-Shop von Kaufhof soll deutlich aufgewertet werden. Ziel sei es, den Umsatzanteil des Internetgeschäfts von derzeit drei auf zehn Prozent zu steigern, sagte der Manager. Um dies zu erreichen, werde Kaufhof künftig das Serviceangebot ausweiten und etwa die Online-Reservierung von Produkten in der nächstgelegenen Filiale oder den zeitsparenden Versand anbieten. Bei allem Ehrgeiz werde man aber nicht das Ziel aus den Augen verlieren, dass mit dem Online-Shop am Ende auch Geld verdient werden solle.

Neu ausrichten will die Warenhauskette auch den Lebensmittelbereich. Der Kunde erwarte im Kaufhof „keine Kopie eines normalen Supermarktes“, meinte Van den Bossche. In profilierten Häusern wie am Münchner Marienplatz werde das Unternehmen auch künftig an Frischeprodukten und einem ausgesuchten, breiten Qualitätssortiment festhalten. An anderen Standorten werde sich der Kaufhof dagegen auf spezielle Sortimentsgruppen wie Kaffee, Tee, Süßigkeiten, Wein und Spirituosen konzentrieren.

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