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Abholstationen Macht Amazon bald der Post Konkurrenz?

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Vorbild Hermes-Versand


Die größten Versandhändler Deutschlands
Platz 10: Esprit.deDer Online-Shop des Modelabels schafft es in die Top Ten der größten Versandhändler. Die Modekette hatte zuletzt schwer zu kämpfen und befindet sich in einem milliardenschweren Umbau. Die Marke soll neu belebt und Filialen ansprechender gestaltet werden. Umsatz 2012: 327,6 Millionen Quellen: EHI Retail Institute / Statista / Unternehmen / Umsatz geschätzt
Platz 9: Cyberport.deDer 1998 gegründete Onlineshop hat mehr als 40.000 Produkte aus dem Elektronikbereich im Angebot. Zudem verfügt der einstige reine Onlinehändler mittlerweile über mehrere eigene Filialen, unter anderem in Berlin, Köln und Wien. Umsatz: 343,1 Millionen Euro
Platz 8: Bonprix.deDie Otto-Tochter Bonprix ist seit 1986 am Markt. Sie wirbt mit günstigen Preise für junge Mode und spricht in erster Linie Frauen an. Umsatz 2012: 357 Millionen Euro
Platz 7: Tchibo.deFrüher reines Kaffee-Unternehmen, heute eine von Deutschlands größten Einzelhandelsunternehmen. Seine Produkte vertreibt Tchibo sowohl in Supermärkten, als auch in eigenen Läden. Und das Unternehmen verkauft auch im eigenen Online-Shop. Dort gibt es neben Kaffee auch Mode, Reisen und Blumen. Umsatz 2012: 360 Millionen Euro
Platz 6: ConradWerkzeug, TV-Geräte, Glühbirnen - Conrad ist das Technik-Dorado der Schrauber und Bastler. Filialen, Katalog und Onlineportal führen tausende Produkte. Die Conrad-Gruppe geht zurück auf Max Conrad der 1923 das "Radio Conrad" gründete. Umsatz: 372,9 Millionen Euro
Platz 5: Weltbild.deWeltbild war von der katholischen Kirche zu einem der größten Buchkonzerne Deutschlands aufgebaut worden und zählte lange zu den umsatzstärksten Versandhändler. Zum Sortiment gehören Bücher und E-Books, Musik und DVDs, Software und Games, Haushaltsartikel, Spielwaren und Geschenkartikel. Das Unternehmen unterschätzte jedoch das Tempo des digitalen Wandels in der Branche und verlor zusehends an Boden. Der Online-Umsatz brach von geschätzten 1,15 Milliarden Euro im Jahr 2010 auf knapp 390 Millionen im Jahr 2012 ein. 2014 ging Weltbild in die Insolvenz. Umsatz 2012: 388,9 Millionen Euro Quelle: Screenshot
Platz 4: ZalandoDas Unternehmen gilt als Shooting-Star der Branche. Mit aggressiven Werbe- und Preisstrategien konnte Zalando in den vergangenen Jahren seinen Umsatz deutlich steigern. Allerdings steckt der Versandhändler in den roten Zahlen. Profitabel ist Zalando nur in Deutschland, Österreich und der Schweiz Umsatz 2012: 411,6 Millionen Quelle: dpa

Vorstellbar wäre das. Amazon übernimmt schon heute für zahlreiche Händler die Lagerung, Auftragsabwicklung und den Versand. Wenn in diesem Jahr in Koblenz und Pforzheim zwei weitere Logistikzentren hinzu kommen, verfügt Amazon in Deutschland über sieben Umschlagzentren. Mit der Belieferung von festen Abholstationen etwa in Großstädten würde sich der Internethändler zu einem Rundumlogistiker mausern - so, wie in den Siebzigerjahren Versandhändler Otto mit Hermes einen eigenen Zustelldienst gegründet hat. Damals war der Hamburger Konzern mit den Leistungen und der Zuverlässigkeit der damaligen Bundespost nicht zufrieden.

Neugeschäft gewittert

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    Minderleistungen der Zustellfirmen dürften für Amazon in Deutschland heute aber kaum ein Grund sein, die Zustellung künftig selbst zu übernehmen. Amazon setzt auf die Deutsche Post und Hermes – beide gelten als zuverlässig. Zudem hat die Deutsche Post große und mittlere Städte bereits mit einem Netz von 2500 Packstationen überzogen. Der Service ist weitreichender als bei den „Amazon Locker“ in den USA. Die Post informiert per SMS und lässt die Pakete neun Tage lang in den Packstationen liegen. Theoretisch lässt sich die Lagerung auch verlängern. Zudem verschickt das System Erinnerungs-SMS, wenn das Paket noch nicht abgeholt wurde. Damit das möglich ist, sind die Packstationen mit entsprechender Software ausgerüstet. Ein Aufbau von Amazon-Lockern in anderen Ländern scheint daher realistischer als in Deutschland - vorerst zumindest. Eine Anfrage der WirtschaftsWoche dazu ignorierte Amazon.

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    Neugeschäft wittert auf jeden Fall vor allem der österreichische Hersteller der Packstationen der Deutschen Post, Keba. Das Unternehmen sieht sich als Qualitäts- und Weltmarktführer. „Wir nehmen an, dass die Automaten von Amazon Probestellungen mit lokalen Herstellern sind und die Integration der gesamten Funktionen noch nicht vorhanden ist“, heißt es auf Anfrage der WirtschaftsWoche. „Intelligente automatisierte Lösungen“, so Keba, bestünden aus einer Kombination aus Hardware, Software und der perfekten Einbindung in die bestehende Logistik IT-Struktur des jeweiligen Postunternehmens.

    „Genau hier liegt das Know-how und die Stärke von Keba. Deshalb denken wir, dass es zu Gesprächen mit Keba kommen wird, wenn es bei diesen Projekten eben genau um die Integration der Gesamtfunktionen gehen wird.“

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