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Adidas und der FC Bayern Dumm gelaufen

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Abschied von langjährigen Adidas-Partnern

Gleiches gilt für den Monster-Vertrag, der seit einiger Zeit über der Fußball-Landschaft schwebt: Von der kommenden Spielzeit an wird Adidas auch Manchester United ausstatten, den vielfachen englischen Meister, der bis dato mehr als zehn Jahre lang in Nike-Leibchen auflief. Auch da kennen nur Eingeweihte die Details, auch da ist klar, dass die kolportierte Summe nur dann erreicht wird, wenn der Verein alle definierten Ziele wie Meisterschaften oder Champions League-Teilnahmen erreicht – verfehlt er sie, fließt weniger Geld.

Sind sie erfolgreich, überweist Adidas ManU angeblich mehr als 900 Millionen Euro über eine Vertragslaufzeit von zehn Jahren. Logisch, dass die Branche angesichts solcher Summen in Aufruhr ist. Was, wenn ausgerechnet der vom FCB-Anteilseigner gemästete Konkurrent den Münchnern den einen oder anderen interessanten Spieler vor der Nase weg kauft? Nicht nur deshalb hat der ManU-Kontrakt auch in München den Hausfrieden einigermaßen durchgerüttelt und auch bei anderen von Adidas ausgestatteten Vereinen für Ärger gesorgt – warum bekommen die so viel und wir so wenig? Der neue Bayern-Vertrag dokumentiert nun, dass auch die anderen Groß-Clubs einen ordentlichen Nachschlag bekommen.

Die umsatzstärksten Fußballclubs

Sparen werden die Herzogenauracher dafür an anderer Stelle: Vor wenigen Tagen erst verkündete der 1. FC Nürnberg treuherzig, in der kommenden Saison rüste Adidas den Club noch aus. Doch danach, da sei man dann offen für neue Partner. Adidas konzentriere sich gemäß der neuen Strategie „noch stärker auf Partnerschaften mit ausgewählten Top-Vereinen und -Verbänden im internationalen Fußball sowie mit jungen, aufstrebenden Spielern“.

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Spannend wird, von wem sich die Franken noch alles trennen werden, Gerüchte bringen schon den FC Schalke ins Gespräch. Nicht minder interessant dürfte auch das anschwellende Gefeilsche um die deutsche Nationalmannschaft werden, ebenfalls ein langjähriger Adidas-Partner, um den allerdings auch schon seit Jahren der US-Konzern Nike herumschleicht.

Zumindest für die Adidas-Chefs barg der Pokal-Krimi von gestern Abend dann doch noch einen schwachen Trost: Genau wie die Pechvögel Lahm und Alonso trugen auch Ilkay Gündogan und Sebastian Kehl, die für Dortmund im Elfmeterschießen trafen, Fußballschuhe mit den drei Streifen. Und ausgerechnet Gündogan präsentierten die Franken vor gerade mal vier Wochen als eines ihrer neuen Werbe-Gesichter. Weggerutscht ist zumindest der gestern nicht.

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