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Air-Berlin-Insolvenz Eurowings verhandelt mit Lauda über Niki-Flieger

Eine komplette Übernahme von Niki durch die Lufthansa scheiterte. Nun könnten doch einige Maschinen bei dem Konzern landen.

Lufthansa-Tochter: Eurowings verhandelt über Niki-Flieger Quelle: dpa

BerlinDie Lufthansa-Billigtochter Eurowings will sich über Leasingvereinbarungen doch noch einige Maschinen der ehemaligen Air-Berlin-Tochter Niki sichern. „Unser Ziel sind nach wie vor 210 Flugzeuge - insofern sind wir an Kapazitäten interessiert, und ja, wir reden auch mit (Niki) Lauda“, sagte Eurowings-Chef Thorsten Dirks am Dienstag in Berlin.

Die Lufthansa war mit der Übernahme des gesamten Ferienfliegers Niki an den Bedenken der EU-Kommission über eine zu starke Marktstellung der Kranich-Airline gescheitert. Niki wurde letztlich von ihrem Gründer Niki Lauda zurückgekauft. Bis zu zehn der ehemals 21 Flugzeuge würde Eurowings nun gerne einsetzen.

Die Billigtochter der Lufthansa konnte ihre Flotte im vergangenen Jahr dank der Air-Berlin-Pleite um 30 Maschinen erweitern auf 190. Die Airline will in diesem Jahr mit 70.000 zusätzlichen Flügen acht Millionen mehr Passagiere und damit insgesamt 40 Millionen Gäste befördern. Bereits im vergangenen Jahr habe Eurowings die Passagierzahlen um 77 Prozent gesteigert wachsen und ein Jahr früher als geplant schwarze Zahlen geschrieben.

„Wir stemmen zurzeit das größte Wachstum, das der deutsche Luftverkehr jemals erlebt hat“, sagte Dirks. In den vergangenen Monaten wuchs die Zahl der Beschäftigten um 2000 auf rund 9000 Mitarbeiter. Viele der Neuzugänge kamen von Air Berlin.

Zweiter großer Gewinner des Untergangs der Berliner Fluggesellschaft ist der britische Billigflieger Easyjet, der jetzt Platzhirsch am Berliner Flughafen Tegel ist.

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