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Air-Berlin-Tochter Zwei Bieter noch im Rennen um Niki

Vorentscheidung bei der Air-Berlin-Tochter Niki: Der Insolvenzverwalter verhandelt mit zwei Bietern final über einen Verkauf. Einer davon soll die Airline-Holding IAG sein – über die Nummer zwei wird spekuliert.

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Der Insolvenzverwalter der Airline Niki verhandelt noch mit vier Bietern über den Verkauf der Air-Berlin-Tochter. Quelle: Imago

Frankfurt Da waren es nur noch zwei. Die Reihen im Bieterprozess um die insolvente Air Berlin-Tochter Niki haben sich weiter gelichtet. Der Gläubigerausschuss der österreichischen Airline hat entschieden, mit zwei der insgesamt sechs Interessenten über einen Kauf zu verhandeln. Das soll bis Ende Dezember geschehen, dann soll eine Lösung für Niki und die rund 1000 Beschäftigten stehen. „Die Aussichten dafür sind groß“, erklärte Insolvenzverwalter Lucas Flöther nach dem Treffen der Gläubigervertreter.

Wer die beiden Interessenten sind, die nun zum Zuge kommen könnten, sagte Flöther nicht. Man habe Verschwiegenheit vereinbart. Erst wenn der Kaufvertrag unterzeichnet sei, könne er Details nennen. Bis zum Ende der Frist, die in der Nacht zum Freitag abgelaufen war, hätten sechs Bieter ihre Offerten vorgelegt, darunter seien fünf verbindliche Angebote.

Nach Informationen von Insidern, die mit dem Verkaufsprozess vertraut sind, soll die britisch-spanische Airline-Holding IAG (British Airways/Iberia) geboten haben und einer der beiden sein, mit denen nun gesprochen wird. Eine offizielle Bestätigung dafür gibt es nicht.

Zudem soll Thomas Cook über seine Tochter Condor ein Angebot vorgelegt haben, offensichtlich wie schon in der ersten Bieterrunde im Spätsommer zusammen mit Niki Lauda, dem ehemaligen Rennfahrer und Gründer von Niki. Und der Reisekonzern Tui soll doch dabei sein, obwohl Manager noch Mitte der Woche erklärt hatten, man habe sich gegen eine Offerte für Niki entschieden, sei allenfalls an frei werdenden Start- und Landerechten (Slots) interessiert. Sogar eine Airline aus Übersee sei unter den Bietern, so ist zu hören. Spekuliert wird, ob das Air Canada sein könnte. Allerdings gibt es dafür keine Bestätigung.

Zwar konnte Flöther bei Gesprächen mit den österreichischen Aufsichtsbehörden am Mittwoch erreichen, dass die Slots von Niki noch bis Jahresende gehalten werden können. Eigentlich fallen diese Verkehrsrechte unmittelbar nach einer Insolvenzmeldung und der damit verbundenen Einstellung des Flugbetriebes sofort wieder an den Koordinator des jeweiligen Landes zurück, der diese dann neu verteilt. Aber: „Die Behörden waren sehr aufgeschlossen und entgegenkommend“, berichtete Flöther: „Sollten wir bis Ende Dezember einen unterschriftsreifen Vertrag haben, ist es sogar möglich, dass die Frist noch um ein paar Tage verlängert wird.“

Gleichwohl ist der Zeitdruck groß. Denn die nun zwei ausgewählten Interessenten müssen bereit sein, noch bevor der Vertrag gültig wird und die relevanten Unternehmensteile beziehungsweise die Vermögenswerte (Assets) von Niki wirklich den Eigentümer wechseln können, die Kosten für den laufenden Betrieb der Airline zu finanzieren. Das hätten beide nun ausgewählten Bieter in Aussicht gestellt, so Flöther.

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