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Aldi, Lidl, Rewe, Kaufland, Penny „Warteschlangen werden sich nicht vermeiden lassen“

Menschen stehen vor einem Rewe-Supermarkt in einer Schlange an Quelle: dpa

Supermärkte und Discounter rechnen vor Weihnachten mit einem Kundenansturm und befürchten wegen der Corona-Auflagen lange Wartezeiten vor den Geschäften. Vor allem an einem Tag könnte es kritisch werden.

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Supermärkte und Discounter befürchten für ihre Kunden erhebliche Wartezeiten im Weihnachtsgeschäft. Vor Weihnachten herrscht zwar jedes Jahr Hochbetrieb im Lebensmittelhandel, der Dezember ist schließlich der umsatzstärkste Monat. Der Kundenansturm dürfte 2020 aber besonders hoch ausfallen. Durch die Lage der Feiertage sind die Läden insgesamt dreieinhalb Tage zu, einen Tag länger als im Vorjahr. Zudem wirke sich die Schließung der Gastronomie ebenso aus, wie die Tatsache, dass der traditionelle Winter- und Weihnachtsurlaub Corona-bedingt ausfällt, sagt Stefan Magel, Chief Operating Officer des Lebensmitteldiscounters Penny. 

Bei der Rewe-Tochter rechnet man daher „mit einem zweistelligen Umsatzplus im Vergleich zum Vorjahr“ und hat bereits den Warenbestand deutlich erhöht. Auch Aldi Nord hat aufgestockt und  kalkuliert vor den Feiertagen „mit einem erhöhten Kundenaufkommen“. Insbesondere unmittelbar vor Heiligabend könnte der Kundenandrang in den Lebensmittelgeschäften steigen. „Aufgrund der diesjährigen Konstellation rechnen wir insbesondere am 23. Dezember mit einer erhöhten Kundenfrequenz“, heißt es etwa bei Kaufland. Die Kunden würden dann vor allem frische Lebensmittel einkaufen.



Die erhöhte Nachfrage der Konsumenten trifft gleichzeitig auf neue Einschränkungen durch die bereits im November von Bund und Ländern beschlossene Verschärfungen des Lockdowns in der Coronakrise: In Geschäften mit einer Verkaufsfläche von bis zu 800 Quadratmetern soll sich künftig höchstens eine Person je zehn Quadratmeter Verkaufsfläche aufhalten. Bei Geschäften, die größer sind, darf auf die zusätzliche Fläche dann höchstens eine Person pro 20 Quadratmeter Verkaufsfläche kommen.

Die Regelungen könnten „in Stoßzeiten zu Wartezeiten an der Kasse“ führen, warnt Penny-Manager Magel. Aldi Süd befürchtet ebenfalls, dass Kunden womöglich „zeitweise auf den Zutritt zur Filiale warten müssen“. Hinzukommen dürfte nun noch die Nervosität aufgrund des harten Lockdowns ab dem 16. Dezember. Die Supermarktkette Rewe will „an Standorten, wo das erforderlich ist“ die Öffnungszeiten bis Mitternacht ausweiten, empfiehlt Verbrauchern aber zugleich, „nicht erst am 23. oder 24. Dezember alle Besorgungen zu machen“. Zudem verweist ein Rewe-Sprecher auf spezielle Serviceangebote: So könnten bereits viele Kunden ihre Einkäufe online bestellen und dann im jeweiligen Rewe-Markt abholen.

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    Auch alle andere großen Handelsketten raten dazu, die Einkäufe fürs Fest frühzeitig zu erledigen und „gegebenenfalls auf mehrere Tage zu verteilen, um einen großen Kundenandrang vor und in unseren Filialen zu vermeiden“, wie es bei Lidl heißt. „Alles, was die Einkaufszeiten entzerrt hilft“, sagt Franz-Martin Rausch, Hauptgeschäftsführer des Handelsverbandes Lebensmittel. „Nach Möglichkeit sollte man die Weihnachtseinkäufe schon zu Beginn der Woche, unter Nutzung der Randzeiten erledigen, also am frühen Vormittag oder späteren Abend“, so Rausch. Trotzdem ist er sich sicher: „Warteschlangen werden sich nicht vermeiden lassen.“

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