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Amazon-Affäre Verwirrung um die Rolle von Trenkwalder

Während sich die österreichische Leiharbeitsfirma Trenkwalder keiner Schuld bewusst ist und alle Vorwürfe zurück weißt, dementiert die Bundesagentur für Arbeit.

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Düsseldorf Der Online-Händler Amazon bemüht sich nach den schweren Vorwürfen wegen schlechter Arbeitsbedingungen in Deutschland um Schadensbegrenzung. Verwirrung herrscht allerdings um die Rolle des österreichischen Leiharbeitsunternehmens Trenkwalder.

Der Personaldienstleister hat am Dienstag alle Vorwürfe im Zusammenhang mit der Behandlung von Leiharbeitern zurückgewiesen. Das Unternehmen sei nach einer ARD-Dokumentation über die ein Logistikzentrum des Online-Händlers am Montag einer behördlichen Sonderprüfung unterzogen worden, so Trenkwalder. „Die Prüfung des Zolls hat zu keiner Beanstandung geführt. Die Prüfung der Bundesagentur für Arbeit hat die öffentlich vorgebrachten Anschuldigungen nicht bestätigt“, heißt es in der Stellungnahme. Zudem habe man 2012 nur einen kleinen Teil der Mitarbeiter für das Amazon-Weihnachtsgeschäft gestellt.

Das sieht die Bundesagentur für Arbeit allerdings anders und widersprich. In einer Pressemitteilung heißt es man habe „gemeinsam mit der Zollverwaltung unverzüglich nach Ausstrahlung der ARD-Dokumentation „Ausgeliefert“ eine Sonderprüfung bei der Firma Trenkwalder durchgeführt. Dabei wurden Verstöße gegen das Arbeitnehmerüberlassungsgesetz festgestellt. Die Bundesanstalt wird in dem dafür vorgesehenen Verwaltungsverfahren über die Konsequenzen entscheiden.“

Raimund Becker, Vorstandsmitglied der Bundesanstalt: „Zeitarbeit ist eine etablierte Beschäftigungsform auf dem deutschen Arbeitsmarkt. Es muss sich aber jeder an die geltenden Spielregeln halten. Wir sehen unsere Aufgabe darin, diese Regeln zu überwachen und bei Verstößen dagegen vorzugehen. Das sind wir auch den Menschen schuldig, die in der Zeitarbeit beschäftigt sind. Wir wollen keine schwarzen Schafe.“

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    Unterdessen reißt die Kritik an Amazon nicht ab. Neben Verlagen und dem Textilhersteller Trigema will nun auch die Drogeriekette dm die Kooperation mit dem Online-Versandhändler überdenken.

    „Wir haben die Vorwürfe sehr aufmerksam zur Kenntnis genommen“, sagt dm-Geschäftsführer Erich Harsch der Neuen Westfälischen Zeitung. Sein Unternehmen erwarte, dass Kooperationspartner sich „menschengerecht“ verhalten. Andernfalls werde die Zusammenarbeit „kritisch hinterfragt“.

    Eine ARD-Reportage hatte vergangene Woche Missstände bei Beschäftigung und Unterbringung von Leiharbeitern bei Amazon aufgezeigt. Daraufhin zog der Konzern bei zwei Partnern die Notbremse und beendete die Zusammenarbeit mit einem umstrittenen Sicherheitsdienst und einem Dienstleister, der sich um die Unterbringung ausländischer Saisonkräfte gekümmert hatte.

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