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App mit Barcode-Scanner Zalando wird zum Angstgegner

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Schwierige Verteidigung


Die 10 größten Onlinehändler in Deutschland
Apple Quelle: AP
Alternate.de Quelle: Screenshot
Platz 8: Conrad.de Quelle: Screenshot
Tchibo.de Quelle: dpa
Platz 6: Bonprix.de Quelle: Screenshot
Cyberport.de Quelle: Screenshot
Platz 4: Notebooksbilliger.de Quelle: Screenshot

Laut Gerrit Heinemann, Leiter des eWeb-Research-Centers der Hochschule Niederrhein, hat Amazons Logistik-Coup das Zeug, dem Online-Handel nochmals enorme Wachstumsimpulse zu verschaffen.

Während im Modebereich der Berliner Großversender unverdrossen bei den stationären Geschäften wildert, verschließen sich weite Teile der sonst so trendaffinen Branche dem neuen Shoppingverhalten wie Goretex-Jacken dem Regen. Ein „erschreckend defensives Verhalten“ attestiert Konsumforscher Heinemann dem deutschen Bekleidungshandel.

Tatsächlich wurde die Online-Drift vielerorts verschlafen, agierten selbst die als wendig geltenden Anbieter wie H&M oder Zara lange Zeit zu zögerlich. Einige Branchengrößen verfügen bis heute über keinen funktionsfähigen Online-Shop.

So lässt sich auf der Internet-Seite des Düsseldorfer Modehauses Peek & Cloppenburg zwar recherchieren, ob die Boss-Orange-Lamm-Lederjacke für 399 Euro in Größe 48 in der Filiale in Bergen-Enkheim gerade verfügbar ist oder nicht. Nur direkt bestellen können die Kunden das Exemplar nicht – weder nach Hause noch in den Laden. Erst im Laufe des Jahres will P&C ein „nahtloses Cross-Channel-Angebot“ etablieren. Sprich: Die Ware kommt endlich auch beim Kunden an.

Auch P&C-Ableger Anson’s zählt bisher zu den Internet-Verweigerern, ebenso wie die Textildiscounter Takko und Kik oder der Sportartikelspezialist Intersport, der eine Online-Präsenz dem individuellen Engagement seiner angeschlossenen Fachhändler überlässt.

Auch das Nürnberger Modeunternehmen Wöhrl, das jüngst die Übernahme des Hagener Wettbewerbers SinnLeffers angekündigt hat, hält sich in Sachen E-Commerce bedeckt. SinnLeffers, immerhin, soll im Februar ins Online-Geschäft einsteigen.

Sicher, die Internet-Spätzünder zählen mittlerweile zu den Ausnahmen. Das Gros der großen Namen verkauft Jeans und Blusen auch im Netz – mal mehr, mal weniger professionell. Gleichwohl fließt das meiste Geld wie eh und je in neue Filialen. Trotz des Rückgangs der Kundenfrequenz, wächst die Verkaufsfläche der Modehändler weiter.

Überflüssige Ladenflächen

Angesichts der Entwicklung warnte Tengelmann-Chef Karl-Erivan Haub im Interview mit der WirtschaftsWoche bereits vor erheblichen Überkapazitäten: „25 bis 30 Prozent der Ladenfläche“ hält Haub für überflüssig. „Es gibt zu viele Baumärkte und Textilhändler in Deutschland“, so Haub, „über kurz oder lang wird sich da etwas tun.“

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