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Autostrade per l'Italia Atlantia-Aktionäre winken Verkauf von Autobahnbetreiber durch

Die Anteilseigner der italienischen Infrastruktur-Holding Atlantia haben für die milliardenschwere Offerte gestimmt. Autostrade wird mit 9,3 Milliarden Euro bewertet.

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Für die Vertreter des Opfer-Komitees ist der nun angedachte Verkauf wie ein „Geschenk“, die Betreiber würden „mit öffentlichen Geldern honoriert“. Quelle: dpa

Die Aktionäre der italienischen Infrastruktur-Holding Atlantia haben grünes Licht für den vollständigen Verkauf des Autobahnbetreibers Autostrade per l'Italia (ASPI) gegeben. Die Anteilseigner stimmten am Montag mit einer Kapitalmehrheit von 87 Prozent für die milliardenschwere Offerte der Staatsbank CDP, des Finanzinvestor Blackstone und der australischen Investmentbank Macquarie.

Damit wird ein Schlussstrich unter den Streit um die Schuld an dem Einsturz einer Autobahnbrücke in Genua 2018 gezogen. Die Atlantia-Aktien legten in Mailand rund 3,5 Prozent zu.

Autostrade wird in dem Geschäft mit 9,3 Milliarden Euro bewertet. Die von der Milliardärsfamilie Benetton kontrollierte Atlantia ist seit dem Brückeneinsturz mit 43 Toten über Kreuz mit der Regierung in Rom. Diese gibt der Holding die Schuld an dem Unglück und drohte mit dem Entzug der Lizenz. Der Streit hat auch die EU-Kommission auf den Plan gerufen.

Neben Atlantia sind auch ausländische Investoren an ASPI beteiligt, darunter der Münchner Versicherer Allianz. Sie haben die Option, ihre Anteile unter den gleichen Bedingungen abzugeben.

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