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Badezimmer-Kartell EU-Gericht bestätigt volle Kartellstrafe gegen Sanitec

Sanitec muss wegen der Beteiligung am Badezimmer-Kartell die volle Millionenstrafe zahlen. Das EU-gericht hat das Urteil nun bestätigt.

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Sanitec: EU-Gericht bestätigt volle Kartellstrafe Quelle: dpa

Luxemburg Wegen der Beteiligung an einem internationalen Badezimmer-Kartell muss die Sanitärfirma Sanitec nach einem Urteil des EU-Gerichts (EuG) nun doch mit der vollen Strafe rechnen. Die Luxemburger Richter bestätigten am Dienstag eine Geldbuße von rund 57,7 Millionen Euro gegen das Unternehmen und seine Tochterfirmen, zu denen unter anderem der deutsche Hersteller Keramag gehört. Damit revidierte das Gericht sein Urteil aus dem Jahr 2013.

Die EU-Kommission hatte 2010 Strafen in Höhe von 622 Millionen Euro gegen 17 Hersteller von Badezimmerausstattungen aus Deutschland und anderen Ländern verhängt. Die Firmen hatten nach Einschätzung der Brüsseler Wettbewerbshüter unerlaubte Preisabsprachen getroffen.

Die Sanitec-Gruppe klagte vor dem EuG dagegen, woraufhin die Richter die Strafe für das Unternehmen 2013 um gut 7 Millionen Euro herabsetzten. Nachdem die EU-Kommission dieses Urteil beim Europäischen Gerichtshof (EuGH) anfocht, wies der EuGH den Fall zur erneuten Prüfung an das EU-Gericht zurück. Dies sieht es nun als erwiesen an, dass zwei weitere Tochterfirmen der Sanitec-Gruppe an den Kartellabsprachen beteiligt waren.

Sanitec, das seit 2015 zum Schweizer Konzern Geberit gehört, hat zwei Monate Zeit, Rechtsmittel gegen das Urteil einzulegen.

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