Bakterien im Abwasser Legionellen bei Warsteiner Brauerei nachgewiesen

Die Verbreitung von Legionellen-Bakterien in Warstein hat jetzt auch die dortige Brauerei getroffen. Die Behörden untersuchen, ob die Kläranlage des Konzerns der Ausgangspunkt für die Infektionswelle sein könnte.

Im Abwasser der Warsteiner Brauerei wurden Legionellen nachgewiesen. „Unsere Produkte sind sicher“, betonte eine Sprecherin der Brauerei. Quelle: obs

Das NRW-Umweltministerium prüft, ob die Verbreitung von Legionellen-Bakterien im sauerländischen Warstein in der dortigen Großbrauerei ihren Ausgang genommen hat. Bei zwei Messungen im Abwassersystem der Brauerei sei eine starke Belastung festgestellt worden, sagte ein Ministeriumssprecher. Bei einer weiteren Messung sei der Abwasserzulauf aus der Brauerei zur Kläranlage Warstein belastet gewesen. Geklärt werden müsse nun, ob die Brauerei-Kläranlage über die Luft kontaminiert wurde oder die eigentliche Quelle für die Legionellenbelastung ist.

Das Bier sei nicht betroffen, sagte der Sprecher weiter. Es werde in einem Reinraum hergestellt und während der Produktion auf fast 100 Grad erhitzt. Die Bakterien sterben bei über 60 Grad ab.

Die Top Ten Brauereien in Deutschland

In Warstein sind in den vergangenen Wochen 165 Menschen mit einer Legionellen-Infektion behandelt worden. 26 Patienten liegen noch im Krankenhaus, zwei von ihnen auf der Intensivstation. Zwei Männer sind an der durch die Bakterien ausgelösten Erkrankung gestorben. In einem weiteren Todesfall besteht der Verdacht, dass eine Legionellose die Ursache ist.

Die Kläranlage Warstein des Ruhrverbandes gilt als Ursache für die Belastung des Flusses Wester. Über den Fluss waren die Erreger vermutlich in die Kühlanlage einer Firma und von dort in die Umgebungsluft gelangt. Eine Reisewarnung des Kreises Soest für Warstein gilt mindestens noch bis Donnerstag.

Die beliebtesten deutschen Biermarken
Platz 10 - Erdinger - 1,72 Millionen Hektoliter im Jahr 2012Biathletin Magdalena Neuner macht es vor: Der Trend zu alkoholfreiem Hefeweizen war auch im abgelaufenen Jahr ungebrochen. Die Weißbiermarke aus München baut für die alkoholfreie Variante ein Sportlerimage auf. Quelle: REUTERS
Platz 9 - Radeberger - 1,91 Millionen Hektoliter im Jahr 2012In der Radeberger-Brauerei nahe Dresden soll angeblich das erste deutsche Bier nach Pilsner Brauart gebraut worden sein. Die Biermarke, die zum Lebensmittelkonzern Dr. Oetker gehört, ist vor allem ist Ostdeutschland beliebt. Quelle: dpa
Platz 8 - Paulaner - 2,3 Millionen Hektoliter im Jahr 2012Deutschlands größte Weißbiermarke geht tatsächlich zurück auf dem Paulanerorden. Die Bockbiertradition der Mönche wurde 1813 wieder aufgegriffen. Das Weißbier gehört bis heute zu den beliebtesten Marken in Deutschland. Quelle: dpa
Platz 7 - Veltins - 2,72 Millionen Hektoliter im Jahr 2012Aus dem Sauerland in die Welt: Veltins gehörte zu den ersten Biermarken in Deutschland, die auf Biermischgetränke setzten. Bis heute gehören die verschiedenen Varianten von Veltins-V+ gehört zu den Umsatztreibern der Brauerei. Quelle: dpa-dpaweb
Platz 6 - Hasseröder - 2,75 Millionen Hektoliter im Jahr 2012Die Brauerei aus dem Harz gehört dem Branchenriesen AB-InBev. Auf dem Biermarkt versucht sich Hasseröder in den letzten Jahren als Männermarke zu etablieren. Dabei helfen sollen prominente Werbegesichter wie Oliver Pocher. Quelle: dpa Picture-Alliance
Platz 5 - Warsteiner - 2,77 Millionen Hektoliter im Jahr 2012Mit dem Phantasietitel "Premium Verum" vermarktet die Brauerei aus Warstein ihr Pilsener als Premiumprodukt. Mit Sponsoring im Sportbereich soll die Bekanntheit der Marke weiter steigen. Quelle: obs
Platz 4 - Beck's - 2,78 Millionen Hektoliter im Jahr 2012Auch die berühmte Brauerei aus Bremen gehört seit Jahren zum Brauereiriesen AB-InBev. Das Stadtwappen im Logo ist geblieben. Seit einigen Jahren inszeniert sich Beck's als Lifestyle-Marke für jüngere Biertrinker. Quelle: Presse

Der Brauerei sei nun die Abdeckung der Klärbecken sowie eine Desinfektion mit UV-Bestrahlung im Ablauf angeordnet worden, so das Ministerium weiter. Außerdem müssen die Kühlaggregate nun andauernd desinfiziert werden. Am Dienstag seien amtliche Proben genommen worden. Ergebnisse werden frühestens am Freitag erwartet. Die Ergebnisse der beiden Messungen mit der starken Belastung seien den Behörden am Dienstag bekanntgemacht worden, so das Ministerium. Sie seien der Anlass für eine „Dienstbesprechung“ im Ministerium gewesen, an der neben zahlreichen Behörden auch Prof. Martin Exner vom Hygiene-Institut der Uniklinik Bonn, das Umweltbundesamt sowie Vertreter der Brauerei teilnahmen. Nach Angaben eines Brauerei-Sprechers wurde hingegen die Brauerei am Dienstagabend durch den Kreis Soest über die hohe Belastung im Abwasser informiert.

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Die Warsteiner Brauerei Haus Cramer KG hatte zuvor schriftlich mitgeteilt, dass die Erreger am Ausgangsbereich eines Abwasser-Vorbehandlungsbeckens gefunden wurden. Es seien Schutzmaßnahmen eingeleitet worden. Man wolle alles Mögliche unternehmen, um Risiken für die Gesundheit der Mitarbeiter und der Bürger Warsteins auszuschließen, hieß es. Unter anderem soll der Besucherbetrieb eingestellt bleiben, solange die Reisewarnung für Warstein besteht. „Unsere Produkte sind sicher“, betonte eine Brauereisprecherin.

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