Baumarkt-Kette Praktiker verprasste 43 Millionen Euro für Berater

Exklusiv

Der insolvente Baumarktkonzern Praktiker hat in den Jahren 2011 und 2012 allein 43,2 Millionen Euro für „das ‚who is who‘ international tätiger Anwaltskanzleien und Beratergesellschaften“ ausgegeben.

Praktiker-Logo Quelle: dpa

Das geht aus einem Gutachten des Praktiker-Insolvenzverwalters Udo Gröner hervor, das der WirtschaftsWoche vorliegt. Auch nach den Insolvenzanträgen im Juli sollten externe Beratungskosten auf den Konzern abgewälzt werden. So wollte Praktiker-Aufsichtsratschef Erhard Grossnigg laut Insolvenzgutachten externe Beratungskosten in Rechnung stellen. In mehreren persönlichen Besprechungen und Telefonkonferenzen sei es um „die Bitte des Aufsichtsrates auf Übernahme der Kosten für einen juristischen Berater“ gegangen, heißt es. Der Verwalter lehnte ab. Auch der Frankfurter Rechtsanwalt Ingo Scholz, der als so genannter gemeinsamer Vertreter die Interessen der Praktiker-Anleihegläubiger vertritt, soll demnach leer ausgehen. Er hatte laut Gutachten einen Budgetbedarf in Gesamthöhe von 618.807 Euro angemeldet. Den Betrag will Gröner nicht zahlen, obgleich er Anfragen von Anleihegläubigern an Scholz weiterleiten ließ.

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