Baumwoll-Anbau Otto setzt jetzt auf nachhaltige Mode

Der Anbau von Baumwolle belastet Wasser und Atmosphäre. Der Hamburger Versandhändler Otto will bis 2020 vollständig auf nachhaltig erzeugte Baumwolle umsatteln. Doch das ist nicht so einfach.

Die nachhaltigsten Unternehmen
Innenansicht einer Filiale der Drogerie-Kette dm Quelle: AP
Ein Mann lehnt an einer Wand, unter dem Logo von Mercedes Benz Quelle: REUTERS
Palina Rojinski bei der Pressepäsentation zum OTTO Saisonstart 2012 in Hamburg Quelle: Morris Mac Matzen
Ein Audi A1 Quattro in der Produktion Quelle: dpa
Ein Marmeladenglas der Sorte Landliebe Quelle: dpa/dpaweb
Produkte der Bärenmarke Quelle: AP
Ein Mitarbeiterin von Miele montiert eine Waschmaschine Quelle: dpa
Das Logo des Automobilherstellers BMW ziert in München das Heck eines Fahrzeuges Quelle: dapd
Eine Supermarkt-Verkäuferin sortiert Babynahrung von Alete in ein Regal Quelle: AP
Screenshot der Homepage hipp.de Quelle: screenshot

Der Versandhandelskonzern Otto will auf nachhaltig erzeugte Baumwolle umsatteln. „Wir haben uns intensiv damit beschäftigt, wie wir unser Engagement ausbauen können“, sagt Michael Haller, Bereichsvorstand bei der Einzelgesellschaft OTTO, dem früheren Otto-Versand. Das ist einer der großen Textilhändler in Deutschland. Rund die Hälfte des Sortiments steuert OTTO in eigener Regie, der Rest ist zugekauft von diversen Markenanbietern. Gegenwärtig setzt das Hamburger Unternehmen rund 15 Prozent nachhaltig erzeugte Baumwolle ein. Bis zum Jahr 2020 sollen es 100 Prozent sein.

Doch das ist nicht so einfach. Zum einen gibt es verschiedene Ansätze, wie Baumwolle sozial- und umweltverträglich angebaut und vermarktet werden kann. „Im Fokus steht die gesamte Kette vom Produzenten bis zum Kunden“, sagt Haller. Die Entscheidung fiel schließlich zugunsten von „Cotton made in Africa“, einer Initiative, die dauerhaft die Lebensbedingungen afrikanischer Kleinbauern verbessern will.

So giftig sind Ihre Kleider
A woman holds a Zara shopping bag in Madrid Quelle: REUTERS
A security guard stands beside a billboard of luxury goods brand Giorgio Armani where the firms store will open Quelle: dpa
Victoria's Secret Angels (L-R) Candice Swanepoel, Lily Aldridge, Adriana Lima and Miranda Kerr pose during a photo opportunity for the 2012 Holiday sale Quelle: REUTERS
Luciano Benetton inaugurates his new shop in Rome's Piazza Venezia Quelle: AP
Model Sara Nuro kommt am 27.10.2012 anlässlich der Eröffnungsfeier der 500. C&A Filiale in Deutschand zum Potsdamer Platz in Berlin. Quelle: dpa
Calvin Klein jeans Quelle: AP
A shirt made by Esprit Quelle: REUTERS
Eine H&M-Filiale auf der Frankfurter Einkaufsmeile Zeil Quelle: dpa
 Workers stack Levi's 501 jeans Quelle: AP

In einer Allianz mit internationalen Textilunternehmen sollen sie nachhaltige Baumwolle für den Weltmarkt produzieren. Gegenwärtig sind mehr als 20 Unternehmen beteiligt; aus Deutschland sind zum Beispiel auch Puma und Tchibo dabei, Rewe, S.Oliver und Tom Tailor.

Greenpeace-Expertin Kirsten Brodde findet den Ansatz von Otto nur halb gut. „Dadurch wird Baumwolle ersetzt, deren Produktion noch belastender für die Umwelt und die Menschen ist“, sagt sie. Andererseits sei „Cotton made in Africa“ nur eine Art Mindeststandard für große Anbieter. Bio-Baumwolle, bei deren Herstellung die Bauern komplett auf Pestizide verzichten, sei vorzuziehen. Ihre Marktchancen würden jedoch durch „Cotton made in Africa“ kleiner. „Otto könnte noch ambitionierter vorgehen“, meint Brodde.

Inhalt
Artikel auf einer Seite lesen
© Handelsblatt GmbH – Alle Rechte vorbehalten. Nutzungsrechte erwerben?
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%