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Bekanntgabe der Jahreszahlen Oetker Gruppe steigert Umsatz auf fast elf Milliarden Euro

Der Oetker-Konzern hat seinen Umsatz im vergangenen Jahr kräftig gesteigert. 2012 legten die Erlöse um 9,3 Prozent auf knapp 11 Milliarden Euro zu, wie das Unternehmen mitteilte.

Wie Oetker sein Imperium errichtete
Der Todestag des Firmengründers Dr. August Oetker jährt sich am 10. Januar 2018 zum hundertsten Mal. Am 6. Januar 1862 wird der Bäckersohn August Oetker in Obernkirchen nahe dem ostwestfälischen Minden geboren. Der ehrgeizige Apotheker... Quelle: Oetker KG
... versucht es zuerst in Berlin, bevor er am 1. Januar 1891 die Aschoff'sche Apotheke übernimmt. Quelle: Oetker KG
Oetker entwickelt medizinische Weine oder Fußcreme; der wirtschaftliche Erfolg bleibt aber unter den Erwartungen. Dann experimentiert der Bäckersohn... Quelle: Oetker KG
...in einer vier Quadratmeter kleinen Kammer („meine Geheimbutze“) mit Backpulver. Das hatte zwar schon Justus Liebig erfunden. Man konnte es aber nicht längere Zeit lagern – und einen Beigeschmack hatte es auch. Quelle: Oetker KG
Oetker experimentiert so lange, bis er im Jahr 1893 portioniertes Backpulver in Tütchen auf den Markt bringt. Der Clou daran: Er garantiert, dass es genau die richtige Menge Triebmittel für ein Pfund Mehl war. Quelle: Oetker KG
Für die Qualität sollte der Name Dr. Oetker bürgen. Eine der heute bekanntesten Marken Deutschlands war entstanden.
1899 werden schon zwei Millionen Tütchen „Backin“ hergestellt. Quelle: Oetker KG

Zuwächse erzielte unter anderem der Nahrungsmittelbereich (2,1 Mrd Euro). Ein kleines Plus gab es bei der Sektkellerei Henkell und Deutschlands größter Brauereigruppe Radeberger. Zum Gewinn werden traditionell keine Angaben gemacht. Das Ergebnis sei zufriedenstellend, hieß es.

Außerdem will das Unternehmen seine Reederei Hamburg Süd derzeit nicht auf Fusionskurs bringen. Wann neue Gespräche mit dem Konkurrenten Hapag-Lloyd über ein Zusammengehen aufgenommen werden sollen, sei "derzeit nicht abzusehen", sagte Oetker-Chef Richard Oetker am Dienstag in Bielefeld. Die Verhandlungen waren Ende März abgebrochen worden. Grund sei, dass eine "Einigung über wichtige Punkte noch aussteht", räumte Oetker ein. Der Versuch, aus Hapag-Lloyd und Hamburg Süd einen globalen Schifffahrtsriesen zu schmieden, war am Machtkampf der Großaktionäre gescheitert. Die Nummer sechs und die die Nummer zwölf unter den weltweit größten Container-Reedereien wären gemeinsam zur Nummer vier in der Branche aufgerückt. Marktführer ist die dänische Maersk.

Die Schifffahrt steuerte mit rund 5,5 Milliarden Euro gut die Hälfte des Umsatzes bei. Die Frachtraten seien aber weiter unter Druck, räumte Oetker ein und beklagte "hohe Treibstoffkosten". Das Ergebnisniveau "fast aller Reedereien" sei "nach wie vor unbefriedigend".

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Vor 120 Jahren wurde der Grundstein für den Erfolg mit Backpulver gelegt: Mittlerweile wird jeder zweite Euro mit der Schifffahrt umgesetzt. Die Nahrungsmittelsparte steuerte knapp ein Viertel bei. Weitere große Umsatzumbringer sind die Radeberger Gruppe mit Biermarken wie Radeberger, Jever oder Schöfferhofer sowie die Sektkellerei Henkell (Metternich, Henkell, Wodka Gorbatschow). Außerdem gehören Luxushotels und eine Chemiefabrik zum Konzern. Seinen 25,8-Prozent-Anteil am Douglas-Konzern hat Oetker verkauft.

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