WiWo App Jetzt gratis testen
Anzeigen

Bekleidungskonzern Konzernumbau belastet Quartalsgewinn von H&M weniger als befürchtet

H&M hat in den Ausbau des Online-Geschäfts und eine effizientere Logistik investiert. Das belastete zwar den Gewinn, aber nicht so stark wie befürchtet.

  • Artikel teilen per:
  • Artikel teilen per:

Stockholm Die Investitionen des schwedischen Bekleidungskonzerns H&M in den Ausbau des Online-Geschäfts und eine effizientere Logistik zahlen sich aus: Zwar belasteten die Kosten zum Beginn des neuen Geschäftsjahres noch den Gewinn, der das siebte Quartal in Folge sank, wie H&M am Freitag mitteilte. Doch der Rückgang beim Ergebnis vor Steuern auf 1,04 (Vorjahr: 1,26) Milliarden Schwedischen Kronen fiel deutlich geringer aus als von Analysten befürchtet.

Der Umsatz legte im ersten Quartal (Dezember bis Februar) um zehn Prozent zu. „Wir sehen, dass unser Umbau einen Effekt hat und wir werden diese Arbeit mit voller Kraft fortsetzen“, erklärte Konzernchef Karl-Johan Persson. An der Stockholmer Börse sprang der Kurs der H&M-Aktien zur Eröffnung um mehr als 15 Prozent nach oben.

Der scharfe Wettbewerb in der Modebranche hatte dem weltweit zweitgrößten Modehändler hinter dem Zara-Mutterkonzern Inditex in den vergangenen drei Jahren sinkende Gewinne eingebrockt. Vor allem im Online-Vertrieb hinkten die Schweden hinterher. Deshalb investierte H&M massiv in den Ausbau des Internet-Handels.

Als letzter Markt sei Deutschland im ersten Quartal auf die neue Online-Plattform umgestellt worden, so dass die Kunden ihre bestellte Ware nun schneller erhielten und auch das Zusammenspiel zwischen Filialen und dem Online-Handel besser funktioniere, hieß es bei dem Konzern. Der Wechsel habe die Online-Verkäufe in Deutschland aber zunächst beeinträchtigt.

„Unser Umbau hat zu stärkeren Kollektionen geführt, die vermehrt zum vollen Preis verkauft werden, die Preisabschläge sind gesunken und unsere Marktanteile gestiegen“, erklärte Persson. In Schweden hätten die Umsätze im ersten Quartal um elf Prozent zugelegt, in Großbritannien acht Prozent, in China 16 Prozent. In Indien, wo H&M seine Mode künftig auch über die Online-Handelsplattformen Myntra und Jabong verkauft, stieg der Umsatz sogar um 42 Prozent an.

Der Konzernchef gab sich zuversichtlich, dass der positive Trend anhält. Im laufenden Monat liege das Umsatzwachstum bei sieben Prozent. Und er erwarte einen weiteren Rückgang der Preisabschläge im laufenden Quartal.

Jetzt auf wiwo.de

Sie wollen wissen, was die Wirtschaft bewegt? Hier geht es direkt zu den aktuellsten Beiträgen der WirtschaftsWoche.
Diesen Artikel teilen:
  • Artikel teilen per:
  • Artikel teilen per:
© Handelsblatt GmbH – Alle Rechte vorbehalten. Nutzungsrechte erwerben?
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%