Bertelsmann Medienkonzern fährt Milliardengewinn ein

Der Medienkonzern Bertelsmann hat 2015 einen Gewinn in Höhe von 1,1 Milliarden Euro gemacht – das ist der höchste Überschuss seit neun Jahren. Im laufenden Jahr rechnet das Unternehmen weiterhin mit steigenden Erlösen.

Bertelsmann fuhr 2015 einen Milliardengewinn ein. Quelle: dpa

Der Medienkonzern Bertelsmann hat den höchsten Gewinn seit neun Jahren eingefahren. Dank starker Geschäfte der Fernsehtochter RTL, des weltgrößten Buchverlags Penguin Random House und der Dienstleistungstochter Arvato verdoppelte sich der Überschuss im vergangenen Jahr fast und überschritt mit 1,1 Milliarden Euro erstmals seit 2006 die Milliardengrenze. "2015 war ein sehr gutes Jahr für Bertelsmann" zog Vorstandschef Thomas Rabe in Berlin Bilanz.

Bertelsmanns Geschäftsfelder

Der Zuwachs fiel auch deswegen so kräftig aus, weil ein Jahr zuvor Sonderbelastungen den Gewinn gedrückt hatten. Auch im operativen Geschäft legte Bertelsmann deutlich zu: Der Betriebsgewinn kletterte 2015 um 4,7 Prozent auf 2,5 Milliarden Euro. Der Umsatz legte um 2,8 Prozent auf 17,1 Milliarden Euro zu. Im laufenden Jahr rechnet Rabe mit steigenden Erlösen und einem Nettogewinn über der Milliarden-Euro-Grenze.

Den Löwenanteil steuerte erneut die europäische RTL Group bei, die bereits vor knapp zwei Wochen von einem Umsatzplus auf gut sechs Milliarden Euro und einen operativen Gewinnanstieg auf knapp 1,4 Milliarden Euro berichtet hatte. Penguin Random House steigerte den Umsatz um zwölf Prozent auf 3,7 Milliarden Euro.

Das operative Ergebnis des Verlagskonzerns kletterte um 23 Prozent auf 557 Millionen Euro. Erneut profitierte der Verlag von der Erotikroman-Reihe "Fifty Shades". Rückenwind kam auch vom starken Dollar – der Verlag macht einen großen Teil seines Geschäfts in den USA.

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Bertelsmann bereitet sich auf eine Erhöhung seiner bisher knappen Mehrheit am weltgrößten Buchverlag Penguin Random House vor. Abhängig von den Plänen des Miteigners Pearson, wolle Bertelsmann seinen Anteil auf 70 bis 75 Prozent aufstocken, sagte Vorstandschef Rabe.

Bisher sind es 53 Prozent. Falls Pearson komplett aussteige, wünsche er sich für die übrigen Anteile einen Co-Investor. Mehrere Interessenten hätten Bertelsmann bereits angesprochen. In der Branche wird seit längerem damit gerechnet, dass Pearson sich früher oder später von seinem Anteil trennt.

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