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Bierhersteller Afrika braut sich nach vorn

Deutschland bleibt der fünftgrößte Bierhersteller der Welt. China ist und bleibt Bierweltmeister.

Die größten Brauereien der Welt
Eine Reihe frisch gezapfter Gläser Radeberger Bier Quelle: dpa/dpaweb
Zwei Frauen trinken Kirin Bier Quelle: REUTERS
Eine Person hält eine Flasche Yanjing Bier in der Hand Quelle: Creative Commons - daniel-julià-lundgre
Eine Molson-Brauerei in Toronto Quelle: AP
Ein Mann trinkt Corona Bier Quelle: REUTERS
Eine Frau zapft Tsingtao Bier Quelle: AP
Screenshot der Homepage China Resources Quelle: Screenshot

Wie in den Vorjahren schloss Deutschland im vergangenen Jahr als fünftgrößte Braunation der Welt ab. Das geht aus dem jüngsten  „Barth-Bericht“ hervor, den die in Nürnberg ansässige Barth-Haas Group, Weltmarktführer im Hopfenhandel, veröffentlicht hat.

Insgesamt hat 2012 die weltweite Bierproduktion weniger stark zugenommen als in den Jahren zuvor. Laut Barth-Haas Group stieg die Gesamtproduktion um 1,2 Prozent beziehungsweise 22 Millionen Hektoliter auf rund zwei Milliarden Hektoliter. Von diesem Zuwachs entfiel mehr als 50 Prozent allein auf den afrikanischen Kontinent. Bei den Zuwachsraten konnte Afrika China auf Platz 1 ablösen.

Von der weltweiten Stagnation konnte sich auch Bierweltmeister China nicht abkoppeln. Zwischen 2010 und 2011 hatte es im Reich der Mitte noch ein Wachstum von 43 Millionen Hektolitern gegeben, 2012 betrug das Plus nur noch 0,3 Millionen Hektoliter. Insgesamt wurden im letzten Jahr in China fast 500 Millionen Hektoliter gebraut. Damit stammt statistisch weltweit jedes vierte Bier aus China. Insgesamt rangieren mit China Resource, Tsingtao, Yanjing, und Gold Star fünf chinesische Braukonzerne unter den Top 20 Bierkonzernen der Welt.

Platz zwei belegen im globalen Vergleich die USA mit einem Ausstoß von 229 Millionen Hektolitern, gefolgt von Brasilien (133 Millionen Hektoliter) und Russland (97). Deutschland liegt mit einem bescheidenen Weltmarktanteil von 2,2 Prozent auf Platz fünf. Im Bundesgebiet ist das Produktionsvolumen 2012 um 1 Prozent auf 95 Millionen Hektoliter gesunken. Lediglich die zum Bielefelder Oetker-Konzern gehörende Radeberger Brauerei rutscht gerade noch in die Top 20 hinein: eben auf Platz 20.   

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Der Weltbiermarkt ist unverändert von starker Konzentration geprägt: Knapp die Hälfte der weltweiten Produktion brauen fünf Konzerne: AB Inbev mit Sitz in Belgien (353 Millionen Hektoliter), SAB Miller (190) aus Großbritannien, die niederländische Heineken (172), Carlsberg (120) aus Dänemark und die China Resource Brewery Ltd. (106 Millionen Hektoliter). Neben Radeberger auf Platz 20, listet der Barth-Bericht auch Oettinger auf Platz 27, Bitburger (35), Krombacher (36) und die Brauholding International (39) auf.

Der Barth-Bericht wies aber auch auf eine gegenläufige Entwicklung hin: Je größer die Marktanteile einzelner Brauereien in einem Land werden, desto größer wird auch die Zahl der so genannten Craft Brewers. Waren Craft Brewers vor allem ein amerikanisches Phänomen, so überraschen sie inzwischen in vielen Ländern die Verbraucher, sei es in Italien oder in Japan oder anderen Ländern.

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