Bieterwettkampf Verdi stellt Forderungen an Kaufhof-Bieter

Verdi will unter anderem die Zusage vom Käufer, dass in den nächsten fünf Jahren kein Warenhaus geschlossen wird und dass keine betriebsbedingten Kündigungen ausgesprochen werden.

Verdi stellt Forderungen an Kaufhof-Bieter Quelle: dpa

Im Bieterwettkampf um den Warenhauskonzern Kaufhof hat die Dienstleistungsgesellschaft Verdi einem Zeitungsbericht zufolge mit einem umfassenden Forderungskatalog Position bezogen. Eine Entscheidung des Handelsriesen Metro über einen Zuschlag für seine Warenhaus-Tochter werde davon abhängig sein, "wer gemeinsam mit uns eine verbindliche Vereinbarung vor der Kaufentscheidung eingeht", heißt es laut einem am Freitag veröffentlichten Vorabbericht der "Süddeutschen Zeitung" in einem Schreiben an Karstadt-Eigner Rene Benko und an den nordamerikanischen Handelskonzern Hudson's Bay.

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Reuters hatte am Donnerstag erfahren, dass sich beide in weit fortgeschrittenen Gesprächen mit Metro befinden.

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Verdi fordert laut "SZ" von den potenziellen Käufern unter anderem, dass in den nächsten fünf Jahren keine Kaufhof-Warenhäuser geschlossen und keine betriebsbedingten Kündigungen ausgesprochen werden. Der dreiseitige Forderungskatalog ging demnach auch an Metro-Chef Olaf Koch.

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Wegen der in Deutschland geltenden Mitbestimmung hat Verdi sowohl bei Karstadt als auch bei Kaufhof ein wichtiges Wort mitzureden. Koch hatte Kaufhof ins Schaufenster gestellt, weil er für das Warenhaus-Konzept unter dem Dach der Metro keine ausreichenden Expansionschancen sieht. Nach Reuters-Informationen vom Donnerstag hatte Hudson's Bay bei den Verhandlungen zuletzt die Nase leicht vorn.

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