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Billig-Modekette Forever 21 meldet Insolvenz an

Quelle: REUTERS

Die Modekette Forever 21 hatte besonders unter Jugendlichen Fans. Deren Shoppinggewohnheiten haben sich zuletzt aber geändert. Forever 21 zog nicht schnell genug mit – und rutscht in die Pleite.

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Die US-Modekette Forever 21 hat Insolvenz angemeldet. Es wurde Gläubigerschutz beantragt, wie das in Los Angeles ansässige Unternehmen mitteilte. Bis zu 178 Läden in den USA würden geschlossen, internationale Standorte in Europa und Asien ebenfalls aufgegeben. Forever 21 betrieb laut den Insolvenzdokumenten mehr als 800 Geschäfte in 57 Ländern, mehr als 500 allein in den Vereinigten Staaten. Im Kampf gegen die Online-Konkurrenz mussten zuletzt immer mehr Einzelhändler in den USA die Waffen strecken und Insolvenz beantragen.

Forever 21 wurde 1984 gegründet und erfreute sich neben anderen sogenannten Fast-Fashion-Ketten wie H&M und Zara ab Mitte der Neunzigerjahre gerade bei Jugendlichen großer Beliebtheit. Während der Finanzkrise wuchs die Popularität sogar noch, zumal Kunden damals auf Schnäppchen aus waren.

Seit dem vergangenen Jahr gibt es jedoch einen Gegentrend, Fast Fashion kommt aus der Mode. Das Interesse an umweltfreundlicher Ware sowie Leihplattformen und Second-Hand-Webseiten wie Thredup wächst.

Die meisten Geschäfte in Europa und Asien würden geschlossen, teilte Forever 21 mit. In Mexiko und Lateinamerika sollten die Filialen aber erhalten bleiben. Welche Läden in den USA aufgegeben werden, sei noch nicht entschieden. „Wir erwarten aber, dass eine bedeutende Zahl dieser Läden geöffnet bleibt und wie üblich in Betrieb ist, und wir rechnen nicht damit, einen der großen Märkte in den USA zu verlassen.“

Forever 21 gesellt sich nun zu anderen Einzelhändlern wie Diesel USA und Barneys New York, die Insolvenz angemeldet haben. Nach Angaben des Marktforschungsinstituts Coresight Research haben börsennotierte US-Einzelhändler für das laufende Jahr angekündigt, rund 8600 Filialen schließen und etwa 3500 eröffnen zu wollen. Zum Vergleich: Noch 2018 gab es rund 5800 Geschäftsschließungen und rund 3260 Eröffnungen. Coresight-Schätzungen zufolge könnten bis zum Jahresende 12 000 Läden den Betrieb einstellen.

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