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Billigflieger Chinesen springen angeschlagener Norwegian Air bei

Eine Tochter der China Construction Bank hilft der Airline beim Kauf von neuen Flugzeugen. Dadurch sinkt die Schuldenlast von Norwegian deutlich.

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Die Airline hat den Markt für Langstreckenflüge mit transatlantischen Billigtarifen erschüttert, ihre rasante Expansion aber mit hohen Verlusten bezahlt und Schulden angehäuft. Quelle: Reuters

Der finanziell angeschlagene Billigflieger Norwegian Air hat sich mit chinesischer Hilfe Luft verschafft. Das Management präsentierte am Donnerstag den seit Monaten dringend gesuchten Partner, der dem Unternehmen Milliardenlasten von der Schulter nimmt. Dafür gewonnen wurde die Firma CCB Leasing, die der China Construction Bank gehört.

Die Chinesen helfen Norwegian beim Kauf von 27 bestellten Airbus-Fliegern und übernehmen 70 Prozent der Flotte. Dadurch sinkt die Schuldenlast der Fluggesellschaft. Ihr eigener Kapitaleinsatz wird durch den Deal nach eigener Auskunft um 1,5 Milliarden Dollar verringert.

Norwegian hat den Markt für Langstreckenflüge mit transatlantischen Billigtarifen erschüttert, ihre rasante Expansion aber mit hohen Verlusten bezahlt und Schulden angehäuft. Das Unternehmen sah sich daher gezwungen, die Aktionäre um eine Finanzspritze zu bitten und Schuldenrückzahlungen aufzuschieben. Zusätzlich belastet wurde es von anhaltenden Triebwerksproblemen und das Flugverbot für seine Maschinen vom Typ Boeing 737 Max.

Um die Geldschwierigkeiten in den Griff zu bekommen, kündigte der Konzern nun zudem eine neue Runde von Kostensenkungen und die Streichung unprofitabler Flugverbindungen an. Der Sanierungskurs zeigt bereits Erfolge: Mit umgerechnet 160 Millionen Euro fiel der Quartalsgewinn höher aus als von Experten erwartet.

An der Börse in Oslo rissen sich die Anleger um Norwegian-Aktien, die zeitweise 23 Prozent an Wert gewannen. „Dieses Unternehmen zieht alle Register, damit es wieder besser läuft“, kommentierten die Analysten vom Wertpapierhändler Bernstein.

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