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Billy aus dem Netz Ikea will auch online Möbelliebling werden

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Großangriff auf das Zalando der Möbelbranche

Die neuesten Möbeltrends
Die Möbelmesse IMM Cologne in Köln zeigt ab 8. Januar, was das Möbeljahr 2014 bringt. Mehr als 1100 Aussteller aus 54 Ländern präsentieren ihre Neuheiten. Die folgenden Bilder zeigen die spannendsten Trends - zusammengestellt von Ursula Geismann, Trendexperten vom Verband der deutschen Möbelindustrie. Quelle: dpa
Kleine SekretäreDer Trend beim Einrichten: kleine Sekretäre. Ob nun als Home Office oder auch einfach als Schreibtisch: die Technik wird kleiner und somit auch ihre „Station“. Quelle: VDM - e15
Kleine SekretäreDer kleine und flexible Sekretär dient nur noch als Anlaufstelle für Schreibtischarbeiten. Denn mit dem tragbaren Tablet PC gilt endlich der Satz: Die Arbeit ist da, wo ich bin.  Quelle: VDM - Christine Kröncke
Bunte und weiche PolstermöbelBunte und weiche Polstermöbel liegen in der kommenden Saison voll im Trend. Auch die Deutschen bevorzugen inzwischen das weiche Sitzen und nehmen sich endlich Zeit zum Lümmeln. Hier ein Retro-Modell in rötlichen Tönen. Quelle: VDM - Harvink
Bunte und weiche PolstermöbelGroßformatige und multifunktionale Polstermöbel dienen heute auch als Abgrenzungen für Funktionsbereiche. Dank ihrer Flexibilität können immer wieder neue Zonen definiert werden. Einfarbig oder in individuell gemischten Unis ist jedes Sofa ein Unikat. Quelle: VDM - freistilbyRolf Benz
Bunte und weiche Polstermöbel„Bunt ist meine Lieblingsfarbe“ , und deutet endlich auf Mut beim Wohnen. Der graue Alltag bleibt im Hintergrund, wenn frische Farben das Leben Zuhause freundlicher gestalten. Quelle: VDM - Machalke
Esssessel-MixNeuester Trend beim Sitzen rund um den Esstisch ist der Esssessel aus verschiedenen Farben und Formen. Individualität ist Trumpf, denn die Kombination ist immer einzigartig. Quelle: VDM - Brühl

Ikea weiß um die harte Konkurrenz und versucht seine Kunden auf allen Kanälen ins Netz zu locken. Im aktuellen Herbst-Winter-Katalog finden sich Hinweise auf Online-Videos und auf die neue App. 1,7 Millionen mal wurde sie in der deutschen Sprachversion bereits heruntergeladen. Mit Hilfe des Miniprogramms lässt sich testen, wie sich Billy und Pax im eigenen Wohnzimmer machen. Allerdings funktioniert das erst mit wenigen Produkten. Einmal ausgereift, könnten solche Programme den Durchbruch für den Möbelkauf Online bringen. Umso erstaunlicher, dass sich der derzeit größte ausschließliche Möbel-Online-Händler home24 damit zurückhält. „Wir haben derzeit keine Pläne, Augmented Reality anzubieten, schließen es für die Zukunft nicht aus. Wir müssen in diesem Bereich nicht die ersten sein“, sagt home24 Geschäftsführer Domenico Cipolla gegenüber WirtschaftsWoche Online.

So kämpferisch wie noch 2011 wirkt das Portal mit einem Großsortiment von 60.000 Produkten nicht mehr. Home24 ging an den Start mit dem Ziel den Samstag „zum möbelhausfreien Tag“ zu machen. Investor Oliver Samwer sprach vom "Großangriff", home24 sollte das Zalando der Möbelbranche werden und Ikea vom Thron stoßen. Nicht mehr am "Arsch der Welt" wie das Unternehmen provokant warb, sondern im Internet sollten die Leute nun ihre Möbel kaufen. 2011 setztehome24 seriösen Schätzungen nach rund 360 Millionen Euro um - bis 2017 sollte der Umsatz auf zwei Milliardenanschwellen und die Marge vor Steuern, Zinsen und Abschreibungen bei über 17 Prozent liegen. Doch so rasant wie geplant wuchs home24 nicht. 2012 fuhr das Möbelportal laut Medienberichten einen Verlust von mehr als 40 Millionen Euro ein. Cipolla möchte sich zu den konkreten Zahlen nicht äußern. „Seit unserer Gründung haben wir unseren Umsatz jedes Jahr mehr als verdoppelt und so wollen wir auch weitermachen.“ Mit 2013 sei man sehr zufrieden. „Wir haben deutliche Schritte in Richtung Profitabilität gemacht. Wie schnell wir die Gewinnzone erreichen, hängt von vielen verschiedenen Faktoren ab und wir diskutieren das intern kontinuierlich.“ Die schwarze Null lässt voraussichtlich noch zwei bis drei Jahre auf sich warten. Home24 erkauft sich – wie auch Zalando - sein Wachstum durch immense Ausgaben für Marketing und Werbung. Und „der Durst“ sei noch nicht gestillt, versichert Cipolla. Der Launch von home 24 in der Schweiz steht unmittelbar bevor. „Wir denken natürlich auch über weitere Märkte nach“, verrät Cipolla.

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