Branchenverband VDB Weltweiter Abschottungstrend bremst deutsche Bahnindustrie

Weltweiter Protektionismus sorgt in der deutschen Bahnindustrie für einen Exporteinbruch. Hoffnungen macht sich die Branche im Inlandsgeschäft.

Der Abschottungstrend hat auch die Bahnindustrie erfasst. Quelle: dpa

BerlinDer deutschen Bahnindustrie macht der weltweit zunehmende Protektionismus zu schaffen. Der Export der Unternehmen brach 2017 um fast ein Viertel auf 4,7 Milliarden Euro ein, wie der Branchenverband VDB am Donnerstag mitteilte. „Die global wachsende Tendenz zur Marktabschottung hinterlässt hier Spuren.“ Der Inlandsumsatz stieg zwar um gut zehn Prozent auf 6,3 Milliarden Euro.

Das gesamte Geschäft sackte damit aber um knapp sieben Prozent auf elf Milliarden Euro ab. „Wir dürfen nicht die Augen verschließen vor der massiv zunehmenden globalen Wettbewerbsverzerrung“, mahnte VDB-Präsident Volker Schenk. Der zugängliche Weltmarkt schrumpfe für Hersteller aus Deutschland.

Dennoch peilt der Verband für das laufende Jahr wieder anziehende Geschäft an und begründete seine Zuversicht vor allem mit einem deutlichen Auftragsplus aus dem Ausland. Hier seien die Bestellungen im vergangenen Jahr um gut 22 Prozent auf 5,5 Milliarden Euro gestiegen, sagte Schenk. Politische Erfolge wie das 2017 geschlossene Freihandelsabkommen der EU mit Japan trügen erste Früchte.

Bei den Inlandsaufträgen verzeichnete die Branche fast neun Prozent Wachstum auf 7,6 Milliarden Euro. Die Unternehmen wollen mit Innovationen ihre führende Position auf dem Weltmarkt behaupten und setzen dabei auf Rückenwind der Politik, wie Schenk sagte. Dafür müssten etwa die Infrastruktur digitalisiert sowie Forschung und Entwicklung gefördert werden.

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