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Blitzkrieg in Zeitlupe: Ikea trotzt Angriffen bislang

Holger Geißler
Holger Geißler Psychologe, Werbepsychologe

Möbel sind ein heiß umkämpftes Segment im Online-Handel. Das Samwer-Unternehmen Home24 will Ikea Konkurrenz machen, muss aber Rückschläge einstecken. Schwer anzugreifen ist das positive Image von Ikea.

Ikea ist so beliebt wie seit drei Jahren nicht mehr. Quelle: AP/dpa

In einem „Blitzkrieg“ wolle er den Online-Möbelmarkt erobern, schrieb Investor Oliver Samwer vor knapp zwei Jahren in einer internen E-Mail. Die Ankündigung war allerdings nicht nur in der Wortwahl – für die Samwer sich später entschuldigte – daneben. Ein Zalando der Möbelbranche gibt es bisher jedenfalls nicht.

Wie der Schuhversender wird aber auch ein Möbelversandhaus von der Samwer-Firma Rocket Internet finanziert: Home24. Und dieser Online-Shop will jetzt ein Zalando werden, wie Co-Geschäftsführer Domenico Cipolla bekannt gab. Schränke, Tische, Stühle, Betten können Kunden unter home24.de bestellen und haben dabei die Auswahl aus 30.000 Artikeln. Neben dem Logo prangt auf der Website derzeit groß der Schriftzug: „Über 500.000 Kunden – wir sagen Danke!“ Dies sind so ziemlich die einzigen Zahlen, die Home24 über sein Geschäft mitteilt.

Dass man es sich dort etwas leichter vorgestellt hat, Ikea zu übertrumpfen, legen Zahlen des – ausgerechnet schwedischen – Investors Kinnevik nahe. Laut dem Online-Magazin Gründerszene bewertet dieser seinen 36-prozentigen Anteil an Home24 derzeit mit 57 Millionen Euro, zum Jahreswechsel sollen es noch knapp 90 Millionen gewesen sein.

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