WiWo App 1 Monat für nur 0,99 €
Anzeigen
BrandIndex

Playmobil oder Lego, das ist hier die Frage

Seite 2/2

Playmobil-Käufer sind häufiger auch Lego-Käufer

Und wie ist es insgesamt um beide Marken bestellt? Unsere Befragten in Deutschland lieben offensichtlich beide Marken, selbst wenn Lego mehr Verbraucher hierzulande aufweisen kann, die sich bei einem Produktkauf konkret für die Variante aus dem Klötzchen-Universum entscheiden würden. Lego wird anscheinend also doch immer noch variantenreicher wahrgenommen oder trifft stärker den Nerv der Zeit unter Erwachsenen, seien sie nun Eltern, Großeltern oder keines von beidem.

Von der Holzente zu Lego-Star-Wars
1932 gründete der dänische Tischlermeister Ole Kirk Christiansen die Firma „Lego“ – wobei der Name eine Abkürzung von „leg godt“ war, was auf Dänisch „spiel gut“ heißt. Quelle: Lego
Anfangs arbeiteten seine Verwandten für ihn, später auch mehrere Angestellte. Bis in die 1950er hinein produzierte er Holzspielzeuge – etwa diese Ente. Quelle: Lego
1949 begann die Produktion von Legosteinen – sie sahen den Steinen, wie sie heute nahezu jedes Kind kennt, schon ziemlich ähnlich. Der einzige Unterschied: Sie waren untenrum hohl. Das führte dazu, dass sie nicht besonders gut hielten, wenn man sie aufeinander steckte. Quelle: Lego
Ab 1955 kam Lego System auf den Markt. Das erste Set war eine Esso Tankstelle. Es folgten Feuerwehrwachen, Straßenlaternen und ganze Straßenzüge. Quelle: Lego
Ein anderes frühes Produkt von Lego: Die Eisenbahn. Quelle: Lego
1958 meldete Lego das Patent für die Röhrenkonstruktion im Inneren der Steine an. Fortan hielten die zusammengebauten Modelle deutlich besser. Quelle: Lego
Ab 1964 wagte Lego den Schritt in Phantasiewelten und produzierte Lego Space. Die Sets erschienen noch vor den Standard Mini-Figuren. Quelle: "Lego Space sets" by Joris van Rooden - CC BY-SA 3.0 via Wikimedia Commons Quelle: Creative Commons

Wir finden auf jeden Fall mehr Menschen in der Bevölkerung ab 18 Jahren, die sich vorstellen können, Lego-Produkte zu kaufen. Manche Lego-Konstruktionen sind inzwischen sowieso eher für erfahrene Klötzchenbauer gedacht. Das 7541-teilige Modell des Millennium Falcon aus der Star-Wars-Saga belegt dies zweifelsohne. Für den Zusammenbau brauchen selbst vier Bastler mehr als zehn Stunden und werden dafür gefeiert. Normalsterbliche bräuchten da noch länger.

Hinzu kommt noch, dass Lego mehr Menschen zum Produktkauf überzeugen kann. Wer aktuell oder in der Vergangenheit ein Playmobil-Produkt gekauft hat, hat mehrheitlich irgendwann auch schon etwas von Lego erworben. Umgekehrt gilt das nicht im selben Maße: Deutlich weniger Lego-Käufer haben anteilig irgendwann auch schon einmal etwas von Playmobil gekauft.

Wer nun wie das Rennen im anstehenden Weihnachtsgeschäft machen wird, können wir momentan nicht voraussagen. Eines bleibt aber sicher: Egal, ob Playmobil oder Lego unter dem Weihnachtsbaum liegen wird, es wird wieder unzählige Papas oder Mamas geben, die mehr als 10 Stunden mit dem Aufbau der neuen Prachtexemplare aus den jeweiligen Produktwelten beschäftigt sein werden. Aber - unter uns gesagt - freue ich mich darauf irgendwie auch schon wieder!

 

Inhalt
Artikel auf einer Seite lesen
Zur Startseite
Diesen Artikel teilen:
  • Artikel teilen per:
  • Artikel teilen per:
© Handelsblatt GmbH – Alle Rechte vorbehalten. Nutzungsrechte erwerben?
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%