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BrandIndex

Welche Zahnpasta den Deutschen am besten schmeckt

Oral-B und blend-a-med sind bei den meisten Bewertungsaspekten im BrandIndex vorne – das Image ist besser als das von Dr. Best, Colgate oder Elmex. Doch es gibt auch eine Ausnahme.

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Erinnern Sie sich an Zahnpasta-Werbung? Quelle: dpa

Mit Zahnpasta ist das ja häufig so eine Sache: Die eine gefällt einem nicht wegen des Geschmacks, die andere verträgt man vielleicht sogar einfach nicht. Und dann muss sie einem auf jeden Fall das sichere Gefühl geben, saubere Zähne zu haben und noch eine besondere Mundfrische.

Der US-amerikanische Konsumgüterhersteller Procter & Gamble trifft mit seinen beiden Mundhygiene-Marken Oral-B und blend-a-med aktuell wohl sprichwörtlich den Zahn der Zeit. Unter ihren jeweiligen Kennern erzielen beide Marken im YouGov-Markenmonitor BrandIndex Spitzenwerte. Oral-B und blend-a-med schneiden zum Beispiel in Punkto allgemeiner Eindruck unter Verbrauchern ab 18 Jahren genauso stark ab wie die dm-Eigenmarke Balea oder Dove.

Betrachten wir ausschließlich die im BrandIndex erhobenen Mundhygiene-Marken, führen Oral-B und blend-a-med das Qualitätsimage-Ranking an. Sie landen damit vor Dr. Best, Colgate sowie Elmex, die dennoch ebenfalls gute Bewertungen erhalten.

Was die Kunden über dm und Rossmann denken

Hat Werbung hier einen Einfluss? Offensichtlich, denn jeder fünfte deutsche Verbraucher bestätigt, dass er in den letzten zwei Wochen Werbung von Oral-B gesehen hat. Jeder Achte tut dies bei blend-a-med, jeder Elfte bei Colgate. Passend dazu haben sich in letzter Zeit auch die meisten Menschen über Oral-B unterhalten, wenn sie mit Verwandten oder Freunden über eine Mundhygiene-Marke gesprochen haben. Und an zweiter Stelle wird hier Dr. Best als häufigstes Gesprächsthema bestätigt.

Der Preis entscheidet mit

Bei einer unserer sechs Fragestellungen, die den eigentlichen Indexwert einer Marke ausmachen, sieht es jedoch auffällig anders aus: Hier schneidet Oral-B gemeinsam mit Elmex und Dr. Best deutlich schlechter ab als blend-a-med und Colgate. Und zwar bei unserer Frage zum wahrgenommenen Preis-Leistungs-Verhältnis. Und das macht sich dann auch bei den Käuferanteilen bemerkbar.

Betrachten wir diese gemäß unseren Umfrageergebnissen, sind es nicht Produkte von Oral-B, die von den meisten Verbrauchern gekauft werden, sondern von blend-a-med und Colgate – beide führen hierbei sogar recht deutlich. Elf Prozent der deutschen Verbraucher geben an, vor kurzem ein Produkt von blend-a-med gekauft zu haben, zehn Prozent von Colgate. Elmex kommt hier auf sieben Prozent, Oral-B und Dr. Best hingegen nur auf sechs Prozent.

Zehn Fakten über Zähne
Unsere Zähne sind nicht nur wichtig zur Zerkleinerung von Nahrung, wir brauchen sie auch für die Artikulation. Das merkt man spätestens, wenn die Dritten nötig werden und nicht richtig angepasst sind - dann kommt es oft zu unfreiwilligen Zischlauten. Außerdem ist ein intaktes Gebiss ein Signal von Gesundheit und Schönheit. Im Bild: Das israelische Model Bar Refaeli. Quelle: dapd
Warum klappern wir mit den Zähnen? Es handelt sich um eine Schutzfunktion des Körpers. Wenn wir frieren, aktiviert das vegetative Nervensystem unsere Muskeln, damit wir uns wieder aufwärmen. Die Muskeln ziehen sich schnell zusammen und entspannen sich wieder. Werden dabei auch die Kiefermuskeln aktiviert, wackelt der Unterkiefer und dann schlagen die Zähne hörbar aufeinander. Quelle: dpa
Zahnpflege setzte sich erst im 19. Jahrhundert durch. Die vermutlich älteste Zahnbürste Europas stammt aus der Zeit um 1750. Bis dahin wurden schlechte Zähne und Zahnschmerzen nicht als Zeichen mangelnder Hygiene, sondern als von Gott gegeben betrachtet. Quelle: AP
Der Zahnschmelz ist härter als Knochen. Damit er möglichst widerstandsfähig bleibt, empfehlen Zahnärzte Zahncremes mit Fluorid. Es härtet den Zahnschmelz und beugt so Karies vor. Die zunehmende Verbreitung von fluoridhaltigen Zahnpasten hat zu einem deutlichen Rückgang von Karies bei Kindern und Jugendlichen geführt. Foto: Johann Kierzkowski/proDente/dpa Quelle: dpa
Schon Gletschermann "Ötzi" litt unter schlechten Zähnen. Ähnlich wie heutige Menschen plagten ihn vor mehr als 5000 Jahren Karies und Parodontitis. Obendrein war einer seiner Frontzähne - vermutlich unfallbedingt - abgestorben, wie Forscher vom Zentrum für Evolutionäre Medizin (ZEM) der Universität Zürich nachweisen konnten. Foto: R. Seiler / Zentrum für Evolutionäre Medizin Quelle: dpa
Zähne können auch schuld an Rückenschmerzen sein. Denn die Nerven und Muskeln im Kiefer stehen in Verbindung mit der Wirbelsäule. Mediziner sprechen von einer Kraniomandibulären Dysfunktion, wenn durch Verlust eines Zahns oder Fehlstellungen der Zähne Auswirkungen auf den gesamten Körper haben. Mögliche Folgen sind auch Nacken-, Ohren- oder Gelenkschmerzen oder Schwindel und Tinitus. Quelle: obs
Elektrische Zahnbürsten können deutlich mehr Beläge und Bakterien entfernen als eine Handzahnbürste, denn sie arbeiten mit bis zu 40.000 Umdrehungen pro Minute. Allerdings kann man nicht generell sagen, dasss elektrische Zahnbürsten besser sind als Handzahnbürsten - es hängt von der individuellen Putztechnik ab. Wer mit einer normalen Bürste gründlich vorgeht und auch Zahnseide benutzt, kann gleich gute Putzergebnisse erzielen. Für Putzfaule kann eine elektrische Bürste die bessere Wahl sein, weil sie einen Großteil der Arbeit allein erledigt. Quelle: Fotolia

Insgesamt betrachtet verfügen die in Deutschland von uns gemessenen Mundhygiene-Marken dennoch wie gesagt allesamt über sehr solide Imagewerte. Und im Indexwert, mit dem wir das Abschneiden der Marken bei unseren Bewertungsfragen zusammenfassen und damit auch die Beliebtheit einer Marke zuverlässig mit einer Zahl ausdrücken können, landen Oral-B, blend-a-med, Colgate, Elmex und Dr. Best geschlossen in der oberen Hälfte der angesehensten Marken im erweiterten Bereich aller Marken in der Kategorie Pflege- und Kosmetik.

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