Brauereien Heineken wehrt sich gegen SAB-Übernahme

Der Brauerei-Gigant SABMiller ist bei dem Rivalen Heineken mit einer Kaufanfrage abgeblitzt. Heineken solle als eigenständiges Unternehmen erhalten bleiben. Dafür schielt jetzt Anheuser-Busch InBev nach SABMiller.

Die größten Brauereien der Welt
Eine Reihe frisch gezapfter Gläser Radeberger Bier Quelle: dpa/dpaweb
Zwei Frauen trinken Kirin Bier Quelle: REUTERS
Eine Person hält eine Flasche Yanjing Bier in der Hand Quelle: Creative Commons - daniel-julià-lundgre
Eine Molson-Brauerei in Toronto Quelle: AP
Ein Mann trinkt Corona Bier Quelle: REUTERS
Eine Frau zapft Tsingtao Bier Quelle: AP
Screenshot der Homepage China Resources Quelle: Screenshot
Platz 4. CarlsbergDie Dänen erklimmen mit einem Output von mehr als 120 Millionen Hektolitern Platz vier im Ranking der größten Brauereien der Welt und halten damit einen weltweiten Marktanteil von 6,2 Prozent. Zu Carlsberg zählen Marken wie Tuborg, Tetley's und die in Deutschland bekannten Holsten und Feldschlösschen. Der Konzern hat mehr als 33.000 Mitarbeiter. Quelle: dpa
Eine Flasche Heineken-Bier Quelle: REUTERS
Eine Frau zapft Pilsner Urquell Bier Quelle: Presse
Das Logo der Brauereigruppe AB InBev in Löwen, Belgien Quelle: REUTERS

Die weltweit drittgrößte Brauerei, Heineken, hat den größeren Rivalen SABMiller bei einem Übernahmeversuch abblitzen lassen. Heineken teilte am frühen Montagmorgen mit, SAB habe sein Kaufinteresse bekundet. Heineken habe das Angebot nach Rücksprache mit seinem größten Aktionär aber abgelehnt und wolle eigenständig bleiben. Heineken nannte keine weiteren Details. Doch dürfte es um einen Milliarden-Deal gegangen sein: Heineken als weltweitweit drittgrößter Bierbrauer ist an der Börse 34 Milliarden Euro wert, SABMiller knapp 70 Milliarden Euro. Weltmarktführer ist Anheuser-Busch InBev.

Der schielt dafür jetzt nach SABMiller, wie das "Wall Street Journal" berichtet. Demnach spreche AB InBev mit Banken über eine mögliche Offerte im Volumen von 122 Milliarden Dollar. Aktive Gespräche mit SABMiller würden aber noch nicht geführt. Zunächst wolle AB InBev die Finanzierung sicherstellen. Von beiden Unternehmen waren zunächst keine Stellungnahmen zu erhalten.

Das deutsche Reinheitsgebot

Zuerst hatte die Agentur Bloomberg am Sonntag berichtet, SAB habe in den letzten 14 Tage eine Kaufanfrage an Heineken gestellt. Das Vorhaben sei Teil der SAB-Strategie, sich selbst gegen eine mögliche Übernahme durch AB Inbev zu schützen. Der Branchenprimus ist für aggressive Zukäufe bekannt und an den Finanzmärkten gibt es seit Monaten Spekulationen, die Nummer Eins könne die Nummer Zwei, SAB, schlucken.

SAB mit Marken wie Pilsner Urquell und Radegast setzte im vergangenen Jahr mit rund 70.000 Mitarbeitern in 80 Ländern knapp 27 Milliarden Dollar um und erwirtschaftete einen Gewinn (vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen, Ebita) von 6,45 Milliarden Dollar.

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Heineken hat rund 81.000 Mitarbeiter in etwa 70 Ländern, der Umsatz im vergangenen Jahr betrug 19,2 Milliarden Euro (knapp 25 Milliarden Dollar). Der Gewinn (vor Zinsen und Steuern, Ebit) lag bei 2,7 Milliarden Euro. Zu den bekanntesten Marken gehören Heineken, Foster's und Sagres. AB Inbev ("Beck's", "Budweiser", "Corona") hat 155.000 Beschäftigte und setzte 2013 rund 43,2 Milliarden Dollar um.

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