Burger King Fast-Food-Riese will Friedensburger auch ohne McDonald's braten

Burger King bittet die Konkurrenz um Hilfe: Zum Friedenstag will die Restaurantkette einen besonderen Burger braten. Nachdem McDonald's dem Rivalen absagte, wendet sich Burger King in einem Brief an andere Mitbewerber.

Burger King fordert in einem öffentlichen Brief mehrere Schnellrestaurants dazu auf, einen gemeinsamen Burger zu braten. Quelle: dpa

Burger King hält auch weiterhin an seinem Plan fest: Am „Tag des Internationalen Friedens“, am 21. September, möchte der Fast-Food-Riese mit der Konkurrenz einen gemeinsamen Burger verkaufen. Nun hat das Unternehmen aus Florida einen öffentlichen Brief an vier US-Burger-Ketten verfasst. Denn McDonald's, der größte Rivale Burger Kings, hatte das Angebot abgelehnt, gemeinsam einen McWhopper zu braten.

Der Brief richtet sich an die Burger-Bräter Denny’s, Wayback Burgers, Krystal und Giraffas. Darin schreibt der Fast-Food-Riese, dass er nach der Abfuhr von McDonald’s „eine signifikant hohe Zahl unerwarteter Reaktionen anderer Restaurants“ erhalten habe. Egal, ob großes oder kleines Burger-Restaurant – jedes wolle die Nachricht des Tag des Friedens verbreiten. Burger King schreibt weiter: „Unsere Idee ist es, dass wir alle zusammen kommen, um einen Burger zu kreieren, der alle Schlüssel-Bestandteile unserer jeweiligen Burger verbindet.“

Das Schnellrestaurant bereitet sogar schon – ohne die Zusage der anderen Ketten – ein Restaurant zum Vertrieb der Friedensburger vor. Ausschließlich dort soll der Snack am Friedenstag erhältlich sein. „Alles, was wir von euch brauchen, ist ein simples Ja, eine Kooperation sowie eine Spende zum ,Tag des Internationalen Friedens‘“, ermuntert Burger King die Konkurrenz zur Teilnahme an der Aktion.

Clevere PR-Maßnahme

Ungelöst ist allerdings noch die Frage, wie der neue Burger heißen soll. Das hängt auch davon ab, welche der Ketten zusagt: Ein Burger mit Denny's könnte dann zum Beispiel Bacon Slamburger Whopper heißen. Ein Snack in Kooperation mit Wayback Burgers Cheesy Whopper. Wenn alle aufgeforderten Mitbewerber der Aktion zustimmen, könnte der neue Burger den Preis für den längsten Namen erhalten.

Die größten Fast-Food-Ketten nach Umsatz 2013

Auch den McWhopper hält Burger King noch immer für möglich: Der Brief ist ebenfalls an McDonald’s adressiert, obwohl der Konkurrent bereits das Angebot eines Friedensburgers ausgeschlagen hat: „Unser Vorschlag steht weiterhin. McDonald’s, nimm dir bitte Zeit. Wir sind in totalem Frieden mit euch.“

Die Einnahmen aus dem Burger-Verkauf sollen der Organisation Peace One Day zu Gute kommen. Trotzdem lohnt sich das Friedensangebot für den Burger-Riesen: Das unter Kundenschwund leidende Unternehmen stellt sich positiv dar, indem es sich für eine gute Sache engagiert.

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Mit dem werbewirksamen Vorschlag für einen McWhopper für den guten Zweck hatte Burger King McDonald's Ende August unter Zugzwang gesetzt. Unternehmens-Chef Steve Easterbrook wiegelte das Angebot via Facebook ab - und versuchte den Ball zurückzuspielen. "Vielleicht wollt ihr uns bei einem bedeutungsvollen globalen Projekt unterstützen", schrieb er.

Auch einen bissigen Seitenhieb auf die aufmerksamkeitheischende Anfrage konnte sich Easterbrook nicht verkneifen. Sein Schreiben endet mit den Worten "P.S. Nächstes Mal reicht auch ein einfacher Anruf."

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