Delikatessen Austern werden knapp

Pech für europäische Feinschmecker. Auf den luxuriösen Silvesterbuffets steht in diesem Jahr wohl nur Kaviar. Französischen Austernfarmern verhagelt ein Virus die Ernte.

geöffnete Austern mit einer Limette Quelle: Fotolia

Die Züchter sind ratlos: Im französischen Arcachon tötet ein Virus die wertvollen Austern. Die französische Küste ist zum vierten Mal in Folge von dem Virus betroffen, hauptsächlich rafft das Virus Jungtiere von unter einem Jahr dahin. Diese werden an Züchter wie die auf Sylt beheimatete deutsche Dittmeyer's Austern-Compagnie verkauft. 70 bis 80 Prozent der Jungtiere seien bereits am "Ostreid herpesvirus 1" gestorben.
Dadurch steigt der Preis für die Muscheln, die besonders zu Weihnachten und Silvester in den Gourmettempeln serviert werden, kräftig an.

Die teuersten Luxuslebensmittel der Welt
Eine Auster mit einer Perle Quelle: Fotolia
Ein gekochter Hummer Quelle: Fotolia
Kobe-Rindfleisch auf einem Tisch Quelle: Fotolia
Ein Wildlachs springt einen Flusslauf hoch Quelle: AP
Gläser verschiedener Kaviarsorten im Feinkostgeschäft Dallmayr in München Quelle: dpa
Ein Bauer stopft eine Ente Quelle: dapd
Perigordtrüffel Quelle: dpa

Die Schalentiere sind grundsätzlich nicht billig, weil sie - in freier Wildbahn - schwierig zu ernten sind. Hinzu kommt, dass die natürlichen Bestände durch Wasserverschmutzung und Überfischung stark zurückgegangen sind. Mittlerweile kommen zwar mehr als 95 Prozent der weltweit verkauften Austern allerdings aus Zuchten. Trotzdem ist die Haltung nicht nur zeitaufwändig, sondern auch schwierig. Durch das Virus, das die französischen Bestände heimsucht, wird die Ernte auch noch stark dezimiert.

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