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Demontierte Marke Schleckers fatale Fehler bei Ihr Platz

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"Wie in den Siebzigerjahren"

Diese Firmen haben in Deutschland den besten Ruf
Gesamtrang 10: Mit 776 Punkten kommt ZF Friedrichshafen im "Image Profile"-Ranking des "Manager-Magazins" auf den zehnten Platz. Damit ist der Autozulieferer (im Bild wird ein Automatikgetriebe für Pkws montiert) auch mit einem Sprung von 44 Plätzen zur letzten Erhebung im Jahr 2008 auch der achtbeste Aufsteiger. Vor vier Jahren stand ZF Friedrichshafen noch auf Rang 54. Quelle: dapd
Gesamtrang 9: Da kann der Stern strahlen. Für Daimler geht es um 20 Plätze nach vorne. Weder im Gesamtranking noch in einer der fünf Einzelkategorien (Managementqualität, finanzielle Solidität, Innovationskraft, Kundenorientierung und Nachhaltigkeit) können die Stuttgarter mit den großen Konkurrenten aus Ingolstadt und München mithalten. Quelle: dpa
Gesamtrang 7: Drei Plätze zurück geht es für Adidas. Nach Rang vier in der Erhebung 2008 muss der Sportartikelhersteller aus dem fränkischen Herzogenaurach auch den Spitzenplatz in der Branche Konsum an Miele abtreten. Quelle: dapd
Gesamtrang 7: Punktgleich liegt Volkswagen auf dem siebten Platz. Beide Unternehmen kommen auf 792 Punkte. Vor allem in der Kategorie "Finanzielle Solidität" kann der Wolfsburger Großkonzern die anderen Autobauer in den Top Ten hinter sich lassen. In der Branchenwertung Auto kommt Volkswagen auf den vierten Platz. Quelle: dapd
Gesamtrang 6: Miele konnte seine Platzierung verteidigen. Der Gütersloher Haushaltsgeräte-Hersteller kann vor allem mit seiner Kundenorientierung punkten, hier vergaben die Juroren 810 Zähler. Nur der Internethändler Amazon (Gesamtrang 15) ist in dieser Kategorie mit 813 Punkten besser. Quelle: ap
Gesamtrang 5: Bosch konnte nicht nur seinen Spitzenplatz in der Industrie-Branche behaupten, sonder sich auch in der Gesamtwertung um sechs Ränge von elf auf fünf vorschieben. Dabei kommt die Robert Bosch GmbH auf den besten Wert in Sachen Nachhaltigkeit aller 170 Unternehmen in der Umfrage. Quelle: dpa
Gesamtrang 4: Der Vorjahressieger Porsche ist auf den vierten Platz zurückgefallen. 2008 galten die Zuffenhausener noch als glänzend geführtes Unternehmen, das beste Chancen hatte, den deutlich größeren Weltkonzern Volkswagen zu übernehmen. Doch jetzt hat sich das Blatt gewendet. Nach der gescheiterten Übernahme hat Porsche vor allem in den Kategorien Managementqualität, finanzielle Solidität und Nachhaltigkeit im Vergleich zu den anderen Firmen auf den Topplatzierungen verloren. Einzig beim Thema Kundenorientierung erreicht der Sportwagenbauer deutlich höhere Werte als die Volumenhersteller - wen wunderts. Quelle: Reuters

Von außen sah der heute 44-Jährige zu, wie Schlecker die Strategie umsetzte: „Das Wellnesskonzept ist stecken geblieben. Hunderte von Ihr-Platz-Filialen sehen noch aus wie in den Siebzigerjahren.“

Damit steht Ihr-Platz-Insolvenzverwalter Schneider vor ähnlichen Problemen wie sein Kollege Arndt Geiwitz, der die Schlecker-Pleite verwaltet. Das Duo leitet formal getrennte Insolvenzverfahren, da Ihr Platz und Schlecker eigenständige Unternehmen sind. Im Prinzip ist damit ein Einzelverkauf der Marken möglich.

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De facto müssen sich Schneider und Geiwitz jedoch arrangieren. Marktexperte Roeb warnt: Für Schlecker sei ein separater Verkauf der Schwestermarke schwierig: „Der Konzern braucht jeden Euro Umsatz, um sich gegenüber den Herstellern zu behaupten.“ Aber auch Ihr Platz profitierte vom Einkaufsvolumen Schleckers.

Ihr-Platz-Veteran Ruprecht hält es für „äußerst schwierig“, einen Käufer für seinen geschrumpften Ex-Arbeitgeber zu finden. Kette und Marke fehle neben Marktmacht vor allem die Identität: „Es gibt kein eigenes Ihr-Platz-Management mehr.“

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