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Deutsche Bahn Jeder fünfte Fernzug zu spät – Bester Mai-Wert für die Bahn seit sieben Jahren

Die Deutsche Bahn ist zuletzt etwas pünktlicher gewesen. Bislang übertrifft sie für 2019 ihre Pünktlichkeitsziele. Die aber waren auch schon mal höher gesteckt.

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Im Mai kam jeder fünfte ICE, Intercity oder Eurocity zu spät. Quelle: dpa

Berlin Die Deutsche Bahn hat ihre Kunden nach eigenen Angaben im Mai wieder etwas seltener warten lassen. 79,8 Prozent der Fernzüge waren pünktlich, wie das Unternehmen der Deutschen Presse-Agentur mitteilte. Damit kam zwar immer noch gut jeder fünfte ICE, Intercity oder Eurocity zu spät. Das ist jedoch der beste Mai-Wert seit sieben Jahren. Bislang liegt die Bahn damit in diesem Jahr über ihrer eigenen Zielmarke.

Verglichen mit April stieg die Pünktlichkeit um 1,1 Prozentpunkte. Als pünktlich wertet der Konzern alle Züge, die weniger als sechs Minuten nach Fahrplan eintreffen.

Nach Darstellung der Bahn sind die Züge pünktlicher, weil die vielen Baustellen besser koordiniert werden. Außerdem stünden mehr Züge zur Verfügung. Seit April seien täglich 225 ICE unterwegs, so viele wie nie.

Konzernchef Richard Lutz sprach von erfreulichen Fortschritten. „Zufrieden sind wir aber erst, wenn wir diesen Trend verstetigen können. Das bedeutet für uns, im Kampf um jede Minute nicht nachzulassen.“

Im vergangenen Jahr hatte die Bahn große Probleme mit Zugverspätungen. Staus auf dem Schienennetz und Mängel an Fahrzeugen strapazierten die Geduld der Fahrgäste, besonders in der langen Hitzeperiode im Sommer. Die Pünktlichkeit im Fernverkehr sackte 2018 auf knapp 75 Prozent ab – das Ziel waren 82 Prozent gewesen.

Dieses Jahr liegt die Latte niedriger: Lutz will 76,5 Prozent erreichen. Von Januar bis Mai lag die Quote mit durchschnittlich 78,6 Prozent darüber, wie das Staatsunternehmen mitteilte. Der Bund als Eigentümer hatte zu Jahresbeginn spürbare Verbesserungen bis zum Sommer verlangt.

Mehr: Milliarden sind nötig, um das System Schiene zu modernisieren. Haushaltspolitiker verlangen vorher einen neuen Masterplan – glaubhaft vertreten von neuen Köpfen.

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