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Deutsche Post Postgewerkschaft befürchtet Entlassungen nach gesenkter Gewinnprognose

Die Deutsche Post hat eine Reihe von Maßnahmen angekündigt, um ihr Gewinnziel zu erreichen. Nun rechnet die Gewerkschaft mit erneuten Entlassungen.

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Das Unternehmen hat mit den Folgen eines höheren Paket- und niedrigeren Briefaufkommens zu kämpfen. Quelle: dpa

Berlin Die Postgewerkschaft befürchtet Entlassungen bei der Deutschen Post wegen überzogener Gewinnziele des Konzerns. Die für das Geschäftsjahr 2020 angekündigten fünf Milliarden Gewinn vor Steuern könne der Vorstand nur schaffen, wenn er weiter am Personal spare, sagte die Chefin der Gewerkschaft DPV, Christina Dahlhaus, der „Welt am Sonntag.“

Sie sehe mit Sorge, dass der Kündigungsschutz in gut einem Jahr auslaufe und dann wieder Entlassungen möglich seien. Das von Post-Chef Frank Appel ausgegebene Gewinnziel kritisierte sie als exorbitant.

Die Post hatte am Freitag überraschend ihre Jahresprognose um rund eine Milliarde Euro gesenkt und peilt für dieses Jahr nur noch einen operativen Gewinn (Ebit) von rund 3,2 Milliarden Euro an.

Damit würde der Betriebsgewinn 2018 noch unter die 3,7 Milliarden Euro des Vorjahres fallen. An der Mittelfristplanung für 2020 mit einem Ebit in Höhe von mindestens fünf Milliarden Euro hält Appel aber fest. „Wir nehmen jetzt bewusst kurzfristige negative Ergebniseffekte in Kauf, um langfristig nachhaltiges Wachstum zu sichern“, erklärte der Post-Chef.

Das Unternehmen hat mit den Folgen höheren Paket- und niedrigeren Briefaufkommens zu kämpfen.

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