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Die beliebtesten Marken

Aldi verliert Spitzenposition

Welche Marken stehen für ein gutes Preis-Leistungsverhältnis und überzeugende Qualität? Der Markenmonitor BrandIndex hat die "Top-Perfomer 2011" ermittelt. Besonders interessant ist das Abschneiden der Einzelhandelsmarken.

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Lieblings-Marken der Deutschen
Nivea Quelle: ZBSP
Adidas Quelle: dpa
Krombacher Quelle: obs
Michelin Quelle: dpa/dpaweb
ING-Diba Quelle: dpa
Canon Quelle: dapd
Audi Quelle: dapd

Nach wie vor gehören starke Marken zu den wichtigsten Erfolgstreibern von Unternehmen. Anbieter, die ihre Kunden emotional an ihre Marken binden können, haben häufig wesentlich mehr Erfolg. Welche Marken die Herzen der Verbraucher im vergangenen Jahr erobern konnten, zeigt das große Markenranking „Top-Performer 2011“, das auf dem Markenmonitor YouGov BrandIndex basiert.

Der Untersuchung liegen rund 500.000 Verbraucherbefragungen zugrunde, die im Laufe des vergangenen Jahres durchgeführt wurden. Ein zentrales Ergebnis der Studie: Deutsche Traditionsmarken liegen bei den Bundesbürgern noch immer hoch im Kurs.

Demnach gehören auch in diesem Jahr Marken wie Nivea, Adidas, Gerolsteiner oder Ritter Sport in ihren jeweiligen Branchen klar zu den Lieblingsmarken der Deutschen. Mit durchschnittlichen Imagewerten von mehr als 80 Brandindex-Punkten im Jahr 2011, sind diese Marken sehr erfolgreich positioniert: Sie stehen aus Verbrauchersicht für ein sehr gutes Preis-Leistungs-Verhältnis und werden zudem als Qualitätsmarken wahrgenommen.

Google und Amazon

In anderen Branchen hingegen vertrauen die Deutschen voll und ganz ausländischen Marken. So gibt es im Internetumfeld gleich zwei amerikanische Marken, die mit jeweils 87 BrandIndex-Punkten den ersten Platz der beliebtesten Marken erreichen konnten: Google und Amazon. Während Amazon bereits im Vorjahresranking an der Spitze stand, konnte sich nach deutlichen Imagezuwächsen nun auch Google entsprechend positionieren. Im Elektronikbereich steht Canon an der Spitze.

Auch wenn einige Marken ihre Platzierung aus dem Vorjahr verteidigen konnten, kam es innerhalb der Branchenrankings zu größeren Veränderungen. Im Einzelhandel waren diese besonders ausgeprägt – hier mussten die zuvor Erstplatzierten sogar ihre Plätze räumen. Besonders interessant: Aldi ist nicht mehr der beliebteste Lebensmitteleinzelhändler der Deutschen – Edeka (68 BrandIndex-Punkte) hat diesen Platz nun übernommen.

Tankstellenketten sind die Verlierer

Trotz der großen Vielfalt an Produkten setzen Kunden immer noch vermehrt auf Traditionsmarken Quelle: dapd

Im Vergleich zum Vorjahr verlor Aldi zwar nur einen Punkt, Konkurrenten wie Edeka und Rewe konnten aber relativ deutlich zulegen. Bereits seit längerem deutet sich an, dass die ursprünglich discountverliebten Deutschen immer lieber im klassischen Supermarkt einkaufen gehen.

Auch in der Baumarktbranche ergibt sich eine Verschiebung: Der Marktführer Obi musste den ersten Platz an Bauhaus (62 Punkte) abgeben. Zwar konnten beide Marken im Vergleich zum Vorjahr zulegen, die Beliebtheit von Bauhaus stieg aus Verbrauchersicht allerdings stärker. Im Umfeld des Textileinzelhandels konnte sich erneut Peek & Cloppenburg mit durchschnittlich 63 BrandIndex-Punkten als beliebtester Anbieter durchsetzen.

Verlierer des Jahres waren Tankstellenketten: Hohe Benzinpreise und nicht zuletzt die Debatte um den neuen Kraftstoff E10 ließ die verschiedenen Tankstellenmarken in der Gunst der Verbraucher deutlich fallen. Einen Gewinner gibt es trotzdem: Jet verlor im Vergleich zu Konkurrenten weniger an Zustimmung und belegt mit 22 BrandIndex-Punkten nach wie vor den ersten Platz. Marktführer Aral liegt nach größeren Verlusten mit deutlichem Abstand lediglich auf Platz 2.

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