Discounter expandiert Aldi startet in China

Aldi nimmt sich nach der Offensive in den USA den nächsten internationalen Markt vor. Der deutsche Marktführer im Discount verkauft seine Waren künftig in China – mit freundlicher Unterstützung von Alibaba.

Der Discounter will weiter expandieren - mit einem Onlineshop in China. Quelle: dpa

DüsseldorfLange wurde darüber spekuliert, nun ist es offiziell: Aldi Süd wird über einen Webshop Waren in China vertreiben. „Wir sind davon überzeugt, dass auch chinesische Kunden ein großes Interesse an der Qualität und den günstigen Preisen haben, die wir ihnen bieten können“, sagt Christoph Schwaiger, Landesgeschäftsführer China bei Aldi Süd.

Der Verkauf über den digitalen Flagship-Store auf der Handelsplattform Tmall Global beginnt am 20. März. Am 25. April findet dann im Zuge eines Launch Events in Shanghai das „Grand Opening“ statt. Die Plattform Tmall Global ist ein Online-Marktplatz, der von der chinesischen Alibaba Group betrieben wird.    

Mit eingefädelt hat die Expansion das Unternehmen Alibaba, einer der größten Onlinehändler der Welt. „Wir freuen uns sehr, Aldi Süd beim Markteintritt in China mit Tmall Global, einer der größten E-Commerce-Plattformen für Konsumenten in China, zu unterstützen“, sagte Terry von Bibra, General Manager Europa der Alibaba Group. Die Plattformen von Alibaba in China erreichen nach eigenen Angaben rund 443 Millionen aktive Nutzer und sind in China weit vor Amazon Marktführer.

Damit ist Aldi Süd seinem Konkurrenten Lidl wieder mal einen Schritt voraus. Bei der Expansion in Märkte außerhalb Europas hat der Discountpionier schon öfter einen zeitlichen Vorsprung gehabt. So ist er seit Jahrzehnten schon in den USA mit eigenen Läden aktiv, Lidl startet dort erst in diesem Sommer. Auch im lukrativen Markt Australien hat Aldi schon ein eigenes Filialnetz. Die Lidl-Konzernschwester Kaufland hat jetzt entschieden, nach Australien zu gehen.

Aldi Süd hatte auch geprüft, mit eignen stationären Märkten den chinesischen Markt zu erobern. Doch dieses Abenteuer wurde zunächst zurückgestellt, weil das Risiko wegen der hohen Investitionen und der ungewissen Erfolgsaussichten sehr groß ist.

Den Onlineshop in China will Aldi von Zulieferern aus Australien beliefern lassen, mit denen das Unternehmen teilweise schon seit der Eröffnung der ersten Märkte in Australien zusammenarbeitet. „Die Eigenmarken von Aldi genießen seit Jahrzehnten den Ruf, ein ausgezeichnetes Preis-Leistungs-Verhältnis zu bieten“, sagt Aldis China-Chef Schwaiger.

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