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dm-Drogeriemarkt Die 5 Stärken des Drogerieimperiums - und seine Schwäche

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Glückliche Mitarbeiter und gutes Image

Niedrige Preise

„dm und Rossmann spielen mehr und mehr in einer eigenen Niedrigpreisliga, aus der sich der klassische Lebensmittelhandel verabschiedet“, berichtete jüngst die Lebensmittelzeitung. So würden die Drogisten teilweise sogar Preisprimus Aldi unterbieten, etwa bei der 300ml-Packung Pantene Shampoo. Bei Head & Shoulders reiche der Preisabstand von 2,75 Euro (dm und Rossmann) bis hin zu 3,95 Euro (Penny) und 3,99 Euro (Real). Ähnlich günstig sollen die Drogisten bei Wasch-, Putz- und Reinigungsmitteln sowie bei Mundpflege agieren.

Die meistverkauften Produkte bei dm

"Wir möchten auch weiterhin der günstigste Anbieter für unsere Kunden vor Ort sein", sagte dm-Einkaufschef und Gründersohn Christoph Werner der Lebensmittelzeitung. Dabei setzt dm seit mehr als 20 Jahren auf sogenannte Dauerniedrigpreise. Anders als beim dm-Rivalen Rossmann gibt es beim Marktführer keine zeitlich befristeten Aktionsangebote.

Zufriedene Mitarbeiter

Unternehmensgründer Werner – Spitzname „der Professor“ – hat die Ideen des Waldorfschulen-Begründers Rudolf Steiner auf das Unternehmen übertragen. Der Mensch sei für das „Miteinander-füreinander-Leisten“ gemacht, befand der mitunter ins Verschrobene driftende österreichische Anthroposoph. So heißen Auszubildende bei dm weder Azubis noch Lehrlinge, sondern „Lernlinge“ und können etwa an Theaterworkshops teilnehmen.

Alle Mitarbeiter bis zu den Kassiererinnen sollen unternehmerisch handeln, lautet ein Credo im Unternehmen. Ihre Dienstpläne machen die Beschäftigten selbst. Wer eingestellt wird, darüber entscheiden die Kollegen mit. Der Filialleiter darf auf eigene Verantwortung bestimmte Preise und das Sortiment ändern. Ein wenig klingt das dm-Konzept mehr nach Basteln, Häkeln, Singen und endlosen Diskussionsrunden als nach Geschäft. Doch das Waldorf-Modell in der Krämer-Variante funktioniert. Das hat sich auch bei Bewerbern herumgesprochen. Während andere Händler über den Mangel an Nachwuchs klagen, verzeichnet dm jedes Jahr mehr als 150.000 Bewerbungen.

Was die Kunden über dm und Rossmann denken

Starkes Image

Moderne Läden, niedrige Preise, zufriedene Mitarbeiter – das alles zahlt auf die Marke dm ein. Bei Imagebefragungen räumt der Konzern denn auch regelmäßig Bestnoten ab – zuletzt etwa beim Verbraucherumfrage Kundenmonitor Deutschland, bei der rund 3700 Kunden zu ihrer Zufriedenheit mit Handelsunternehmen befragt wurden. Das Resultat: Mit der Note 1,80 in der Globalzufriedenheit steht dm vor allen anderen überregionalen Unternehmen im Lebensmitteleinzelhandel, weist aus Kundensicht das beste Preis-Leistungs-Verhältnis, die beste Qualität der Eigenmarken und die beste Sortimentsauswahl sowie Angebotsvielfalt, insbesondere bei den Bio- und Kosmetikprodukten aus.

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