Drei Milliarden Euro Adidas will Milliarden-Paket an Aktien zurückkaufen

Adidas ist derzeit die Nummer zwei auf dem weltweiten Markt hinter Nike. Quelle: dpa

Sportartikelhersteller Adidas plant für die kommenden Jahren erneut Aktien-Rückkaufprogramm im großen Stil. Der Aufsichtsrat gab dafür grünes Licht. Im Extremfall will Adidas dafür sogar schulden machen.

Der Sportartikelhersteller Adidas will Milliarden an seine Aktionäre zurückgeben. Die Nummer zwei auf dem weltweiten Markt hinter Nike kündigte ein bis zu drei Milliarden Euro schweres Aktienrückkaufprogramm an. Allein in diesem Jahr sollen über die Börse eigene Anteilsscheine für bis zu eine Milliarde Euro gekauft werden, für den Rest gibt man sich bis spätestens Mai 2021 Zeit, wie Adidas mitteilte.

Im Extremfall sei das Unternehmen auch bereit, Schulden zu machen, um die Papiere zu erwerben. Überwiegend soll das Geld aber aus dem operativen Geldzufluss kommen. Die Dividende - 30 bis 50 Prozent des Gewinns aus dem fortgeführten Geschäft - sei davon unberührt. Adidas hat mit dem ägyptischen Milliardär Nassef Sawiris und dem belgischen Investor Albert Frere (GBL) zwei anspruchsvolle Großaktionäre, die sich aber bisher kaum mit Forderungen zu Wort gemeldet haben.

Der Aktienrückkauf soll am 22. März beginnen. Adidas kann dabei bis zu 18,8 Millionen Aktien erwerben, 8,98 Prozent des Grundkapitals. Der Rückkauf soll noch größer ausfallen als das vorherige Programm. In den Jahren 2014 bis 2017 hatte Adidas den selbst gesteckten Rahmen nicht ausgeschöpft: Statt bis zu 1,5 Milliarden Euro hatte der Konzern nur 900 Millionen für eigene Aktien ausgegeben.

Credit Suisse hebt Adidas auf "Kaufen"

Gewinnanstieg bei der Jahresbilanz

Nach kräftigen Umsatz- und Gewinnzuwächsen belohnt der fränkische Sportartikelkonzern nun aber erst einmal seine Aktionäre mit einer deutlich höheren Dividende. Die Ausschüttung soll auf 2,60 (Vorjahr: 2,00) Euro steigen, teilte der Konzern mit. Das operative Ergebnis kletterte um 31 Prozent auf 2,07 Milliarden Euro und übertraf damit die Prognosen der Analysten und die Erwartungen von Adidas selbst. Die Steuerreform in den USA und der Verkauf der Golf-Tochter Taylor Made sowie der Eishockey-Sparte CCM Hockey bremsten aber den Anstieg des Nettogewinns, der nur um acht Prozent auf 1,10 Milliarden Euro wuchs. Beim Umsatz übersprang Adidas erstmals die Marke von 20 Milliarden Euro. Der währungsbereinigte Anstieg lag mit 16 Prozent allerdings leicht unter den eigenen Erwartungen (17 bis 19 Prozent).

In das neue Jahr geht Adidas mit einer Umsatzprognose, die währungsbereinigt zehn Prozent über dem Umsatz von 2017 liegt. Der Gewinn aus dem fortgeführten Geschäft - die Auswirkungen der US-Steuerreform ausgeklammert - soll um 13 bis 17 Prozent auf 1,615 bis 1,675 Milliarden Euro steigen. Die operative Marge soll 2018 auf 10,3 bis 10,5 (2017: 9,8) Prozent wachsen. Bis 2020 traut sich Adidas nun eine Marge von 11,5 (bisher: 11,0) Prozent zu.

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