Drogeriemarktkette Manroland-Anwalt soll Schlecker-Insolvenz leiten

Nachdem Schlecker den Insolvenzantrag beim Amtsgericht in Ulm eingereicht hat, ist Arndt Geiwitz zum Insolvenzverwalter ernannt worden. Seine Kanzlei war bereits beim Verfahren um den insolventen Druckmaschinenbauer Manroland im Einsatz.

Schlecker: For You, vorbei
Neuer Schlecker-Claim For You. Vor Ort. Quelle: dpa
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Im Schlecker-Insolvenzverfahren ist Arndt Geiwitz als vorläufiger Insolvenzverwalter ernannt worden. Das bestätigte die Kanzlei Schneider, Geiwitz & Partner der WirtschaftsWoche auf Anfrage. Am Montagmorgen hatte die Drogeriekette die Planinsolvenz beim Amtsgericht Ulm beantragt.

Zuletzt war die Kanzlei Schneider, Geiwitz & Partner im Verfahren um den insolventen Druckmaschinenbauer Manroland im Einsatz. Die Kanzlei hat nach eigenen Angaben über 200 Mitarbeiter, davon zehn Wirtschaftsprüfer, 18 Steuerberater und 38 Rechtsanwälte und verfügt über reichlich Erfahrung beim Managen von Großpleiten. Geiwitz war Verwalter im Verfahren um den Lkw-Trailer-Hersteller Kögel, bei der Insolvenz der Budget Autovermietung und beim Bahnbauspezialisten Eichholz. Auch nach der Pleite von Walter Bau war Geiwitz gemeinsam mit seinem Kanzleipartner Werner Schneider am Verfahren beteiligt.

Nun muss sich Geiwitz mit dem Fall Schlecker auseinandersetzen; unter anderem, wie das Verfahren ablaufen soll. Die Drogeriemarktkette Schlecker hatte am Freitag angekündigt, wegen finanzieller Engpässe in die Planinsolvenz zu gehen und sich selbst sanieren zu wollen.

Information Planinsolvenz

Beim Verfahren der Planinsolvenz hat das Ziel Vorrang, das Unternehmen zu sanieren und danach weiterzuführen. Die Gläubiger müssen in diesem Verfahren freiwillig auf einen Teil ihrer Forderungen verzichten.

Zudem könnte das bestehende Management weiter über das Unternehmen bestimmen. Die Familie Schlecker, die das Unternehmen führt, steht dazu bereits in Gesprächen mit den Gläubigern. Ziel sei es, einen großen Teil des Filialnetzes und der Mitarbeiter zu erhalten.

Schleckers Aufstieg und Fall

Einer der wichtigsten Gläubiger von Schlecker, der Einkaufsverbund Markant, hat jedoch Medienberichten zufolge dem zuständigen Amtsgericht Vorbehalte gegenüber dem Schritt signalisiert.

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Ein Insolvenzverwalter, der anonym bleiben wollte, wurde mit den Worten zitiert: „Die Gläubiger werden nur zum Verzicht bereit sein, wenn auch die Eignerfamilie einen erheblichen Beitrag leistet.“

Der Drogerieriese hatte zuletzt weit mehr als 1000 Filialen geschlossen und mit sinkenden Umsätzen und Verlusten zu kämpfen. Jetzt müssen Europaweit etwa 47 000 Beschäftigte um ihre Jobs bangen.

Mitarbeit maz, Material von dpa, Reuters

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