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Drogeriemarktpleite Schlecker-Kinder brechen ihr Schweigen

Das Schlecker-Management fiel in den Monaten der Insolvenz durch anhaltendes Schweigen auf. Jetzt äußern sich Meike und Lars Schlecker erstmals ausführlich.

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Lars und Meike Schlecker Quelle: dpa

"Es ist ein Schock, eine Tragödie und ein Desaster", schreiben die Kinder des Drogerie-Discount-Gründers Anton Schlecker. Das Lebenswerk der Eltern sei "komplett zusammengebrochen", aber auch sie - die Kinder - lägen oft wach und grübelten. Die Firma sei der Lebensinhalt gewesen, "und jetzt ist da erstmal ein großes Nichts". Mit diesen Worten leiten Meike und Lars Schlecker ihr erstes umfassendes Statement zum Niedergang des Schlecker-Imperiums ein.

Das Mitleid mit der Eigentümerfamilie hält sich in Grenzen. Auch wenn sie betont, wie sehr sie das Schicksal der Schlecker-Mitarbeiter schmerze und wie positiv sich das Verhältnis zur Gewerkschaft Verdi im Laufe der Jahre entwickelt habe. Fakt ist: Anton Schlecker trägt Schuld an einer der größten Pleiten im deutschen Einzelhandel. Eine Entschuldigung bei den Mitarbeitern wäre längst fällig gewesen. Monatelang mussten diese jedoch auf ein Wort des Bedauerns aus dem Munde des Schlecker-Managements warten.

Zu harmlos klingt jetzt, wo die Filialen ihre Regale für immer leeren, die Formulierung, die Insolvenz sei sicher "auch" das Ergebnis unternehmerischer Fehlentscheidungen der vergangenen Jahre gewesen. Man habe zu spät begonnen, konsequent gegenzusteuern. Das Wachstumsmodell sei "zum Wackelstein" geworden. Die Sortimente, Preise sowie die Ladengestaltung und das Marketing hätten nicht mehr schnell genug angepasst werden können. Das klingt gerade so, als seien die Kunden bei Schlecker ganz plötzlich ausgeblieben, die finanzielle Situation von heute auf morgen nicht mehr überschaubar gewesen.

Konkurrenz war Schlecker auf den Fersen

Richtig ist jedoch, dass die Konkurrenten dm und Rossmann Schlecker seit Jahren auf den Fersen waren. Vor allem dm positionierte sich als modernes, nachhaltiges Unternehmen. Schuf in den hellen, modern gestalteten Geschäften eine Atmosphäre, in der sich Kunden wohl fühlten und deshalb lieber dort als in den dunklen, engen Geschäften der Schlecker-Kette ihr Geld ließen. Wenn das Schlecker-Management schreibt, Ladengestaltung und Marketing hätten nicht schnell genug angepasst werden können, muss es sich die Frage gefallen lassen: Wann hat ein Mitglied der Familie Schlecker erstmals eine dm- oder Rossmann-Filiale betreten? Die Konkurrenz schlich nicht auf leisen Sohlen im Nebel von hinten heran - sie walzte wie ein Bulldozer mit 180 Stundenkilometern geradewegs auf Schlecker zu. Im Geschäftsjahr 2010 war der europaweite Umsatz von Schlecker bereits um rund 650 Millionen Euro auf 6,55 Milliarden Euro gesunken. Wie erklärte sich das Schlecker-Management diese massiven Rückgänge?

Scharfe Kritik am "System Schlecker"

Einzelhandel mutiert zur Krisenbranche
Weltbild VerlagDas insolvente Medienunternehmen bekommt einen neuen Investor. Insolvenzverwalter Arndt Geiwitz gab dem Düsseldorfer Familienunternehmen Droege International Group den Zuschlag und brach die Verhandlungen mit dem Münchner Finanzinvestor Paragon Partners ab. Gemeinsam werde man die Sanierung mit dem geplanten Abbau von Stellen und Buchläden fortsetzen: "Die Restrukturierung für sich ist noch nicht abgeschlossen." Droege zeichnet eine Kapitalerhöhung von 20 Millionen Euro und erhält im Gegenzug eine 60-prozentige Beteiligung. Die übrigen 40 Prozent hält Geiwitz für die Gläubiger. Nach den bisherigen Plänen sollen 167 Filialen erhalten bleiben, die Zahl könnte aber weiter schrumpfen. Weltbild hatte am 10. Januar 2014 Insolvenz beantragt. Der Aufsichtsrat sah keine Finanzierungsmöglichkeit für eine Sanierung. Noch sind 2100 Mitarbeiter bei Weltbild beschäftigt. Der Augsburger Verlag war eines der größten Medienhäuser in Europa und gehörte zwölf katholischen Diözesen in Deutschland, dem Verband der Diözesen Deutschlands sowie der katholischen Soldatenseelsorge in Berlin. Weltbild litt zuletzt auch unter der Konkurrenz des US-Giganten Amazon. Konkreter Auslöser für die aktuellen Schwierigkeiten war nach Unternehmensangaben ein Umsatzrückgang in der ersten Hälfte des Geschäftsjahres 2013/14. Quelle: dpa
KarstadtKarstadt-Investor Nicolas Berggruen möchte sich endgültig von den Warenhäusern trennen - das berichtet die Bild-Zeitung. Er verhandele mit der österreichischen Investorengruppe Signa des Unternehmers René Benko. Benko hatte im vergangenen Herbst bereits die drei Premium-Häusern und 28 Sportwarenhäusern der Kette gekauft. Die Berggruen-Holdings ist bisher noch mit einem Anteil von 24,9 Prozent an beiden Geschäftsbereichen beteiligt, außerdem gehören ihr noch die 83 Warenhäuser der Karstadt-Gruppe. Diese könnten nun - so die Bild - für nur einen Euro den Besitzer wechseln. Auch Berggruen hatte seiner Zeit nur einen symbolischen Euro für die marode Warenhaus-Gruppe gezahlt. Erst vor wenigen Tage hatte Karstadt-Chefin Eva-Lotta Sjöstedt nach nur wenigen Monaten im Konzern hingeschmissen. Quelle: ddp
KarstadtDer Warenhauskonzern Karstadt will bis Ende 2014 insgesamt 2000 Stellen abbauen. Die Branche leidet unter massiven Überkapazitäten außerdem wandern immer mehr Kunden ins Internet ab. Der Stellenabbau soll so sozialverträglich wie möglich umgesetzt werden und primär über Frühpensionierungen, Nichtverlängerung von befristeten Verträgen sowie freiwilligen Austritt erfolgen. Die Gewerkschaften werfen Karstadt-Investor Nicolas Berggruen vor, nicht genug zu investieren. Im ersten Halbjahr 2013 hat sich die Lage bei Karstadt abermals verschärft, das Umsatzziel für das Geschäftsjahr wurde bereits um 230 Millionen Euro auf 3,1 Milliarden Euro herunterkorrigiert. Quelle: dpa
Strauss InnovationDie angeschlagene Warenhauskette hat am 22. April mit dem Räumungsverkauf begonnen. Ende März hatte das Unternehmen bekanntgegeben, mehr als jede fünfte der insgesamt 96 Filialen schließen und 200 Mitarbeiter entlassen zu wollen. Strauss-Läden gibt es in 59 deutschen Städten. Durch ein zügiges Insolvenzverfahren will man die restlichen 1200 Arbeitsplätze erhalten. Der größte Teil der Mitarbeiter, die ihren Arbeitsplatz verlieren, soll die Möglichkeit bekommen, für sechs Monate in eine Qualifizierungsgesellschaft zu wechseln. Die Warenhauskette Strauss Innovation hat am 30. Januar 2014 beim Amtsgericht Düsseldorf einen Antrag auf Eröffnung eines Schutzschirmverfahrens eingereicht. Schuld an der Misere sollen die Wetterkapriolen im vergangenen Jahr sein. Das Frühjahr war zu kalt - Gartenmöbel & Co. blieben stehen - der Winter zu mild - auch die warmen Socken und Daunenjacken blieben hängen. Das Unternehmen gehört dem US-Investor Sun Capital, dem auch der Traditionsversandhändler Neckermann gehörte. Quelle: Screenshot
StrenesseDas Modeunternehmen geht auf Investorensuche. Die Nördlinger Designer hatten am 16. April einen Antrag auf Insolvenz in Eigenverwaltung gestellt. Dabei bleibt der bisherige Vorstand im Amt, der externe Sachwalter wird der Geschäftsführung jedoch zur Seite gestellt. Zusätzlich wurde der Sanierungsexperte Michael Pluta in den Vorstand berufen. Vorstandschef Luca Strehle sagte, der Geschäftsbetrieb gehe uneingeschränkt weiter. „Ich bin immer noch überzeugt, dass wir auf dem absolut richtigen Weg sind. Der jetzige Schritt ist eine Zäsur, um die Sanierung voranzutreiben, ohne den Mühlstein der Altlasten mitschleppen zu müssen.“ Durch die Insolvenz gewinne man enorm an Liquidität. Strenesse gehört seit rund 65 Jahren der Familie Strehle. In den vergangenen Jahren hatte man jedoch mit sinkenden Umsätzen und tiefroten Zahlen zu kämpfen. Erst im Februar stand Strenesse vor der Zahlungsunfähigkeit. Die Inhaber einer Schuldverschreibung über zwölf Millionen Euro entschieden, dass Strenesse drei Jahre Luft bekommt und das Geld erst 2017 zurückzahlen muss. Strenesse beschäftigt rund 350 Mitarbeiter und unterhält 15 eigene Geschäfte sowie Showrooms in München, Düsseldorf, Mailand, New York und Tokio. Im Geschäftsjahr 2011/2012 betrug der Umsatz des Konzerns 66,5 Millionen Euro. Quelle: Screenshot
Abercrombie & Fitch Der US-Modekette Abercrombie & Fitch bricht das Geschäft immer weiter weg. Der Umsatz fiel im abgelaufenen Quartal um zwölf Prozent auf 1,3 Milliarden Dollar, der Gewinn stürzte sogar um 58 Prozent auf 66,1 Millionen Dollar ab. Abercrombie & Fitch - auf Jugendliche spezialisiert und für seine leicht bekleideten Modelle bekannt - verliert seit längerem Kunden an Konkurrenten wie Zara, Forever 21 oder H&M. Sie wechseln ihre Kollektionen öfter und sind zudem günstiger.  Gerrit Heinemann, Professor für Betriebswirtschaftslehre mit dem Schwerpunkt Trade und Retail und Leiter des eWeb Research Centers an der Hochschule Niederrhein prognostizierte auf WirtschaftsWoche Online bereits Ende vergangenen Jahres: „Ich glaube nicht, dass es Abercrombie & Fitch noch lange in Deutschland geben wird. Ihr Geschäftsmodell ist zu angreifbar und kippt gerade in den USA, so dass es höchstwahrscheinlich bald zum Rückzug aus Übersee kommt.“ Quelle: REUTERS
Die Baumarkt-Kette Max Bahr mit ehemals bundesweit 132 Standorten wird zerschlagen. Die Übernahmegespräche mit der Hellweg-Gruppe über die verbliebenen 73 Märkte waren Mitte November gescheitert; Ende November scheiterte dann auch eine Übernahme durch Globus. Am 28. November wurde dann bekannt, dass die Mannheimer Baumarktkette Bauhaus 24 Standorte des insolventen Konkurrenten übernimmt. Damit sollen rund 1300 der noch verbliebenen 3600 Arbeitsplätze abgesichert sein. Max Bahr hatte am 26. Juli 2013 die Eröffnung von Insolvenzverfahren wegen Überschuldung und Zahlungsunfähigkeit beantragen müssen. Mutterkonzern Praktiker hatte am 11. Juli den Gang zum Insolvenzrichter absolviert. Quelle: dpa

Auch die finanzielle Situation war schon lange prekär. 2011 stand Schlecker offenbar nur noch durch, weil Schlecker seine Lieferanten unter Druck setzte. Ein Schlecker-Kenner und Ex-Handelsmanager sagte der WirtschaftsWoche, "das System Schlecker lebte davon, die Lieferanten maximal auszuquetschen." Diese Methode habe Schlecker – anstatt die Mängel im eigenen Unternehmen zu beseitigen – "perfide perfektioniert". Ohne die der Industrie abgerungenen Zahlungen, so der Schlecker-Insider, wäre der Konzern "viel früher hops gegangen".

Den einzigen Satz, den Meike und Lars Schlecker zum Thema Lieferanten verlieren, ist dieser: "Die eigentliche Insolvenz ... hat sich aus unserer Sicht innerhalb eines sehr kurzen Zeitraums zugespitzt .... Hier ging es um restliche Lieferantenkredite und wir hatten auf eine Fortsetzung der entsprechenden Linie gesetzt." Tja, irgendwann reicht es eben auch dem nachgiebigsten Lieferanten. Damit hätte Schlecker rechnen müssen.

Nun wird Schlecker dicht gemacht, Anton Schlecker selbst ist ebenfalls pleite und die Kinder beteuern noch einmal, dass der auf der ersten Pressekonferenz ausgesprochene Satz "Es ist nichts mehr da", absolut richtig gewesen sei und immer noch richtig ist. Anton Schlecker, und die Anton Schlecker e.K. sind insolvent. Ehefrau Christa Schlecker hat mit ihrem Gatten Gütertrennung vereinbart und auch die Kinder Meike und Lars Schlecker verfügen über ein eigenes Vermögen.

Damit helfe man nun dem Vater, den man "selbstverständlich in dieser Situation nicht im Stich lasse". Vom Sportwagen bis zur schönen Uhr habe er alles als Teil der Insolvenzmasse abgeben müssen. "Wir unterstützen ihn mit unseren eigenen Mitteln, die wir rechtmäßig besitzen, denn Sippenhaft gibt es im deutschen Recht nicht", betont die Familie.

Fakt sei, dass die Familienmitglieder in den vergangenen Jahren massiv Gelder in die Firma eingebracht hätten. Man habe etwa jeweils rund 49 Millionen Euro als private Einlagen sowie rund 64 Millionen Euro über eine Dienstleistungsgesellschaft in die Firma fließen lassen. Dieses Geld werde man, wie die übrigen nicht vorrangigen Gläubiger, sicherlich nicht zurückbekommen.

Lars und Meike Schlecker betonen: "Was die Darstellung unserer Vermögenslage angeht, so möchten wir richtigstellen, dass wir in den vergangenen Jahren und durch die Insolvenz ebenfalls das Allermeiste verloren haben und die kursierenden Angaben merklich über der Wirklichkeit liegen."

Vom Vermögen keine Spur mehr

Aufstieg und Fall eines Drogeriemarkt-Imperiums
1975Der 1944 geborene Anton Schlecker, Sohn eines Fleischwarenfabrikanten, eröffnet in Kirchheim unter Teck seinen ersten Drogeriemarkt. Quelle: AP
1977-1984Die Kette expandiert schnell: Schon zwei Jahre später zählt Schlecker mehr als 100 Filialen. 1984 gab es bereits Tausend Drogerien. Quelle: dpa
1987Schleckers Kinder Meike und Lars (hier im Jahr 2011) werden am 22. Dezember entführt. Ihr Vater handelt das Lösegeld von 18 auf 9,6 Millionen D-Mark herunter. Kurz vor Heiligabend können sich die Kinder befreien. Quelle: dpa
1987-1995Im Jahr 1987 eröffnet Schlecker die ersten Filialen im Ausland. Der weitere Aufstieg scheint unaufhaltsam: 1995 kommt Schlecker bereits auf 5800 Filialen und beschäftigt rund 25.000 Mitarbeiter. Quelle: dapd
1994-1998Doch in den 1990er-Jahren beginnen auch die ersten Probleme. 1994 wird Schlecker vorgeworfen, Scheinarbeitsverhältnisse zu betreiben und unter Tarif zu bezahlen. Auch die Gründung von Betriebsräten soll systematisch blockiert worden sein. 1998 werden Anton Schlecker und seine Ehefrau Christa zu jeweils zehn Monaten auf Bewährung verurteilt. Der Grund: Das Amtsgericht Stuttgart sieht es als erwiesen an, dass das Ehepaar seinen Mitarbeitern tarifliche Bezahlung vortäuschte. Quelle: dpa
Schlecker-Tochter IhrPlatz stellt Insolvenzantrag2007 kaufte die Drogeriekette den insolventen Konkurrenten Ihr Platz. 700 Standorte kamen auf einmal dazu, Schlecker zählte nun 14.400 Ableger in 17 Ländern. Ein Höhepunkt. Quelle: dapd
Schlecker reicht Insolvenzantrag einDoch der Abstieg war schon zu ahnen: 2011 holte Anton Schlecker seine beiden Kinder Lars (links) und Meike (rechts) in die Unternehmensführung. Zuvor war die Drogeriekette wieder einmal wegen dem Umgang mit den Mitarbeitern in die Kritik geraten. Laut Medienberichten überwachte Schlecker seine Mitarbeiter, auch der Vorwurf der schlechten Bezahlung wurde erneut erhoben. Viele Medien sahen die neue Familiengeneration an der Spitze als Ablenkungsmanöver. Bild: Montage der Familie Schlecker. Quelle: dapd

Ist bei Schlecker also wirklich nichts mehr zu holen? Bei seinen bisherigen Ermittlungen, schreibt Insolvenzverwalter Arndt Geiwitz, seien "insbesondere Zahlungsströme an Familienmitglieder" untersucht worden, darunter zum Beispiel "Unterlagen zu Grundstücksübertragungen in den letzten zehn Jahren". Das Resultat: Geiwitz sieht bei mehreren Sachverhalten möglicherweise "anfechtbare Rechtshandlungen".

Zu diesem Punkt nehmen die Schlecker-Kinder Stellung. Man kooperiere offen und transparent mit dem Insolvenzverwalter. "Dies bedeutet: Übertragungen insbesondere in den letzten vier, aber auch in den letzten zehn Jahren, die im Sinne des Insolvenzrechtes rückübertragen werden müssen, werden selbstverständlich diskutiert und gegebenenfalls auch rückübervergütet."

Konkret geht es zum Beispiel um eine Rückzahlung von Anton Schlecker von sieben Millionen Euro an das Logistikunternehmen LDG am 20. Januar 2012. Nur drei Tage später, am 23. Januar, meldete er Insolvenz an. "Die Zahlung dürfte", so Geiwitz, "anfechtbar sein." LDG gehört Schleckers Kindern Meike und Lars.

Handel



Sie hatten dem väterlichen Konzern über die LDG zuvor ein Darlehen in zweistelliger Millionenhöhe gewährt. Last-Minute-Rückzahlungen von Krediten kurz vor einer Insolvenz gelten unter Verwaltern generell als problematisch, da oft der Verdacht nahe liegt, das auf diesem Weg der Insolvenzmasse Geld entzogen wird, um bestimmte Gläubiger zu bevorzugen. Die WirtschaftsWoche hat ausführlich über die finanzielle Situation der Familie berichtet.

Meike und Lars Schlecker schließen ihr Statement mit den Worten: "Wir wollen nicht jammern und es sind die vielen ehemaligen Schlecker-Mitarbeiterinnen und -Mitarbeiter, denen unser Dank für die vergangenen Jahre und unser Mitgefühl in dieser schwierigen Phase gehört." Das ist dann ja wohl das Mindeste, möchte man sagen. Kaufen können sich die insgesamt fast 30.000 ehemaligen Schlecker-Angestellten dafür nichts.

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